Neue Regelungen

Mehr Flaschen mit Pfand: Das ändert sich jetzt für Sie

Ab Januar treten neue Pfandregelungen in Kraft. Das bedeutet eine große Umstellung für Kunden. Diese Dinge ändern sich.

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Pfandflaschen

Mehr Pfand? Ab dem 1. Januar 2018 gibt es neue Pfandregelungen.

Es gibt Dosenpfand, es gibt Pfand auf bestimmte Getränke in Plastikflaschen und es gibt den klassischen Glaspfand. Schon jetzt fällt der konkrete Überblick vielen schwer – und jetzt kommen noch weitere pfandpflichtige Produktkategorien dazu. Mit dem neuen Verpackungsgesetz, das mit dem 1. Januar 2019 in Kraft tritt, ändert sich für Kunden jetzt einiges. Auch von Seiten der EU gibt es Druck. Der zusammengenommene Effekt könnte drastische Auswirkungen haben, zumindest stehen die Getränke- und Verpackungsindustrie vor großen Herausforderungen. Das startet bei der Beschilderung im Supermarkt, geht über die Anbringung Deckel bishin zur dann finalen Entsorgung der Flaschen. Diese Dinge müssen Sie wissen.

Pfandflaschen: Das Ändert sich für Sie

  • Mehrweg oder Einweg? Es muss für Kunden künftig sofort erkennbar sein, ob es sich um ein Einweg- oder Mehrwegprodukt handelt. Damit das klappt, sollen Supermärkte eine klare Beschilderung einsetzen. Allerding sind nur Einweggetränke mit Pfandpflicht betroffen.
  • Ausweitung der Pfandpflicht: Zur Riege der pfandpflichtigen Getränke kommen jetzt auch Nektargetränke mit Kohlensäure dazu. Beliebtestes Beispiel: Die Apfelschorle auf Nektarbasis. War dieses Produkt bisher noch von der Pfandregelung ausgenommen, müssen Kunden auch hier künftig den temporären Aufpreis zahlen – 25 Cent. Das gilt auch für Getränke mit einem Molkeanteil von mehr als 50 Prozent.
  • Deckel von Einwegflaschen: Deckel aus Plastik gehören europaweit zu den größten Plastiksündern. Künftig soll es für Hersteller nicht mehr möglich sein, die Deckel komplett von der Flasche zu trennen. So landen sie nicht mehr lose im Müll. Kritik kommt aus der Wirtschaft: Diese Methode würde einen gesteigerten Kostenaufwand und ein an sich betrachtet höheres Plastikaufkommen verursachen. Diese Vorschrift ist allerdings noch nicht final und tritt nicht zum 1. Januar 2019in Kraft.
Erik J. Schulze

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