Nutella & Go

Klage gegen Nutella: Kunden fühlen sich betrogen

Der Hersteller einer der beliebtesten Brotaufstriche der Welt sieht sich einer Klage ausgesetzt. Hat Nutella Kunden in Amerika betrogen?

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Lecker – aber nicht ganz ehrlich?

Nutella-Hersteller Ferrero muss mit ordentlich Ärger rechnen. Der Grund: Kunden vermuten in der Packung vom tragbaren Brot-und-Nutella-Kombipaket Nutella & Go! eine dreiste Mogelpackung. Abraham Drucker, der Initiator der jetzt anlaufenden Klage, findet: In der Plastikbox sei nur halb so viel Nutella-Creme, wie die Verpackung eigentlich suggeriere. Drucker ist nicht der einzige, der hier eine bewusste Irreführung vermutet. Mit der Sammelklage will er dem amerikanischen Ableger des italienischen Konzerns nun an den Kragen. Sollten der Kläger und die Menschen, die sich dem Prozess anschließen, Recht bekommen, drohen Ferrero immense Schadensersatzzahlungen. Der Konzern hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.

Galerie: Deutschlands beliebteste Nuss-Nougat-Cremes im Test

Ferrero und Nutella: Es ist nicht die erste Klage

Nutella hat Erfahrung mit irreführender Werbung: Schon 2012 musste der Konzern Entschädigungen dafür zahlen, dass es Verbrauchern suggeriert hatte, dass es sich bei der fettigen und süßen Nuss-Nougat-Creme um den Bestandteil eines gesunden Frühstücks handele. Auch die Werbekampagnen musste der Hersteller anpassen, die Botschaften kostspielig überarbeiten. Auch in Deutschland musste Ferrero ein Etikett überarbeitet: Schon 2011 wurde aus ähnlichen Gründen erfolgreich Klage eingereicht.

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