Monsieur Cuisine Connect

Monsieur Cuisine Connect: Hacker lauschen über Lidl-Küchenmaschine

Die Lidl-Küchenmaschine Monsieur Cuisine ist ein Verkaufsschlager. Hacker entblößen jetzt aber dramatische Sicherheitsrisiken.

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Sogar ein geheimes Mikrofon zapfen die Hacker in der Lidl Monsieur Cuisine Connect von Silvercrest an.

Es ist eine der beliebtesten Alternativen zum Thermomix: Die Monsieur Cuisine Connect ist neben dem TM6 eine der wenigen Küchenmaschinen mit integrierter Vernetzung. Entsprechend groß war der Ansturm auf das mit rund 360 Euro deutlich günstigere Gerät. Zwei Hacker offenbaren laut der französischen Plattform Numerama nun aber dramatische Sicherheitsrisiken. Ursprünglich wollten die Hacker Alexis Viguie und Adrien Albisetti im Rahmen einer Challenge nur das Videospiel Doom auf der Küchenmaschine installieren. Dabei entdeckten sie mehr, als sie erwartet hatten – unter anderem ein Mikrofon, das nirgends auch nur ansatzweise von Herstellerseite erwähnt wird.

Monsieur Cuisine: Veraltetes Android extrem unsicher

Die Küchenmaschine läuft zwar auf dem beliebten Betriebssystem Android – allerdings auf einer Variante, die laut Angaben von Androidpit das letzte Mal 2017 ein Sicherheitsupdate Update bekommen hat. Android Marshmallow ist heute voller Sicherheitslücken, die selbst unerfahrene Hacker leicht knacken dürften. Die Hacker schafften es, das Mikrofon über Umwege abzuhören. Warum ein Aufnahmegerät verbaut wurde, ist unklar, schließlich unterstützt die Küchenmaschine keine Sprachsteuerung. Möglicherweise ist das Mikrofon Teil eines Bausatzes, das Silvercrest zur Zusammenstellung des Geräts verwendet hatte. Lidl geht jedenfalls in die Offensive und stellt in der französischen Presse klar: Das Mikrofon ist nicht aktiv. Ob es stimmt, lässt sich aber nur schwierig herausfinden.
Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

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