Mixt heiß und kalt mit bis zu 30.000 U/min

Mixen und Kochen: Der Krups Ultrablend Cook im Test

Je mehr Funktionen, desto besser! Wenn ein Standmixer nicht nur leckere Eisshakes sondern auch heiße Suppen herstellen kann, gehen die Daumen hoch. Trifft das auch auf den Krups Ultrablend Cook zu? eKitchen hat den Test gemacht.

Datum:
Krups_Ultrablend_Cook_mixt heiß und kalt

Suppe, Kompott oder Eisshake quirlt der Standmixer Krups Ultrablend Cook mit bis zu 30.000 U/min.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Koch-Standmixer Krups Ultrablend Cook sieht gut aus und kann, was er verspricht: Die heißen Ergebnisse sind schmackhaft und schnell zubereitet, die Bedienung ist einfach. Das Handling des schweren Gerätes (plus Inhalt!) fordert allerdings Körpereinsatz. Für zarte und kleingewachsene Küchenfeen jedweden Geschlechts ist das wohl eher der falsche Apparat. Wer sich davon jedoch nicht schrecken lässt, erhält ein cooles Gerät mit vielen Funktionen, das im Nu Smoothies, Suppen, Eisshakes oder Dips aller Art zubereitet.

Pro

  • Funktion/Ergebnisse
  • Bedienung
  • Design

Kontra

  • Reinigung
  • Geräuschentwicklung
  • Gewicht

Krups Ultrablend Cook

Eis-Shakes kann jeder Standmixer, für sämige Smoothies ohne störende Feststoffe gehören schon Kraft, Drehzahl und andere Kniffe in der technischen Ausstattung. Wenn dann noch eine Koch- und Heizfunktion wie bei dem hier getesteten Krups Ultrablend Cook (Modell KB 852 UVP 499,99 Euro) dazu kommt, wird es spannend! Genau auf diese Funktion wollen wir uns in diesem Test fokussieren.

Krups Ultrablend Cook: Lieferumfang und Details

Krups_Ultrablend_Cook Lieferumfang

Bis zu 1,75 Liter Shakes oder Smoothies und 1,4 Liter Suppe oder andere warme Rezepte fasst der Mixbehälter. Das Bedienfeld ist übersichtlich und klar gestaltet.

Der mit maximal 1300 Watt mixende und heizende Blender, ist laut Hersteller knapp über sechs Kilogramm schwer. Für Standfestigkeit auf der Arbeitsfläche sorgen vier Gummifüße, die die Arbeit der mit 30.000 U/min rotierenden Klinge sicher im Zaum halten. Das mit 100 Zentimeter reichlich lange Kabel lässt sich komplett im Motorblock aufwickeln. Das Bedienfeld ist mit vier Schaltern für manuelle Funktionen, einem Wahlregler für acht Programme und einer ausreichend großen Anzeige ausgestattet. In der oberen Anschlussstelle des Blocks liegt eine kräftige Silikondichtung auf vier Sicherungszapfen für den Mixbehälter, dem Stromanschluss und dem Antrieb für die Klinge (sowohl im Motorblock als auch im Behälter aus Metall).
Im Boden des dicken, gläsernen Mixbehälters finden sich das Heizelement und die Klinge, die mit insgesamt sechs Blättern häckselt und quirlt. Markierungen am Glas geben die Höchstfüllmengen für heiße (1400 ml) und kalte (1750 ml) Rezepte an. Starten lässt sich der Blender erst, wenn der doppelt abgedichtete Deckel sicher verriegelt ist. In dessen Oberseite ist eine Einfüllöffnung mit Verschlusskappe integriert, damit sich im laufenden Betrieb Zutaten hinzufügen lassen. Außerdem gibt Krups eine kleine Reinigungsbürste sowie einen Messbecher dazu.

Testbeginn mit dem Krups Ultrablend Cook

Der Blender ist schnell zusammen gebaut und startklar, wenige Einzelteile erleichtern das Handling. Allerdings sollten knapp 50 Zentimeter Luft über der Arbeitsfläche zur Verfügung stehen, das Teil ist wirklich hoch!
Harte Zutaten wie Nüsse oder Eiswürfel sind ein Kinderspiel für den Mixer, hier machen Drehzahl und Klingengestaltung einen sehr guten Job. Wenden wir uns also den Rezepten mit Heizfunktion aus dem beigelegten Kochbuch zu: Etwa der Champignoncremesuppe.

Champignoncremesuppe mit Ziegenkäse-Nocken und gerösteten Haselnüssen

Champignoncremesuppe mit dem Krups Ultrablend Cook

Mit dem Suppenprogramm des Krups Ultrablend Cook lässt sich eine sehr schmackhafte Champignonsuppe mit Ziegenkäse-Nocken und gerösteten Haselnüssen herstellen.

Alle Zutaten kommen roh in den Behälter, ich starte das passende Programm „Suppe“, eine rote LED auf dem Bedienfeld signalisiert: Hier entsteht Hitze. Kalte Mixprogramme hingegen werden mit einer blauen LED angezeigt. Nach der ersten Koch- und Garphase beginnt die Klinge ihren Job. Und zwar mit extremer Geräuschentwicklung, bei der schreckhafte Naturen sicherlich zusammenfahren. Wie ein Betonmischer mit defektem Drehzahlbegrenzer röhrt der Apparat beim Schreddern der Zutaten im Mixer. Allerdings ist das zum Glück kein Dauerzustand. Nach 30 Minuten ist die Suppe fertig. Etwas Sahne dazu, kurz mit dem Impuls-Knopf untergerührt, in die Schüssel gegeben und mit den schnell zusammengerührten Käsenocken, gehackten und gerösteten Haselnüssen sowie Sultaninen und Thymian verfeinert – fertig. Und sehr fein sämig, heiß und köstlich! Programm und Maschine haben zu einem sehr guten Ergebnis geführt. Nächster Versuch:

Koriander-Zucchini-Dip

Koriander-Zucchini-Dip mit dem Krups Ultrablend Cook

Das Programm „Kompott” macht aus Zucchini, Koriander, Olivenöl, Pfeffer, Salz und Knoblauch ...

Koriander-Zucchini-Dip mit dem Krups Ultrablend Cook

... einen sehr schmackhaften Dip zu Gemüse oder auch als Pesto.

Hier sollen im Kompott-Rezept zuerst Zucchini, Knoblauch und Wasser köcheln. Die Wassermenge erweist sich als zu gering, die Masse setzt am Boden des Mixbehälters an. Ich gebe nochmal die angegebene Menge Wasser hinzu, vielleicht löst sich die dunkle Masse in kräftigen Geschmack auf. Reichlich Korianderblätter, etwas Olivenöl und 15 Minuten später ist der sehr schmackhafte und nicht zu feine Dip fertig. Er eignet sich zu Gemüse oder als Pesto. Leider haben sich die angesetzten Zucchini nicht vollständig vom Boden gelöst und zeigen sich als recht dicke und hartnäckige Schicht, die sich nur mit viel Mühe und Einweichzeit entfernen lässt. Die beigelegte Bürste hilft hier kaum. Da sollten die Produktentwickler Form und Ausführung noch einmal überdenken. Letzter Versuch: Mandarinen-Porridge.

Mandarinen-Porridge

Mandarinen-Porridge mit dem Krups Ultrablend Cook

Körner und Milch verarbeitet der Krups Ultrablend Cook im entsprechenden Programm ...

Mandarinen-Porridge mit dem Krups Ultrablend Cook

... mit Haferflocken, Mandarinen, Banane, Kürbiskernen, Heidelbeeren und Agavensirup zu köstlichem Porridge.

Gleiches Resultat wie beim Dip: Das Koch- und Mix-Ergebnis mit dem „Körner-Milch-Programm“ ist sehr gut und schmackhaft, angesetzte Zutaten sind der Horror. Allerdings habe ich nicht wie im Rezept empfohlen teilentrahmte Milch verwendet, sondern welche mit 3,5 % Fettanteil. Vielleicht war der etwas höhere Fettgehalt für das Ergebnis verantwortlich, vielleicht sollte das Programm hinsichtlich der Rührintervalle oder der Temperatur vom Hersteller nachjustiert werden.

Das gefiel uns nicht so gut

Angesetzter Dip aus dem Krups Ultrablend Cook

Sowohl beim Dip als auch beim Porridge sind sehr hartnäckige Rückstände am Heizboden des Mixbehälters entstanden.

Jedenfalls lässt sich dieser Bodensatz nur nach 24 Stunden Einweichzeit mit der Unterstützung von vier Tabletten Gebissreiniger (die verwende ich normalerweise gegen Belag in der Dekantierkaraffe) entfernen. Mit größter Vorsicht wegen der nicht entnehmbaren Klinge!

Krups Ultrablend Cook

Gerald Sinschek

von Gerald Sinschek

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.