Trotz Vitaminen

Wissenschaftler: Saft offenbar noch ungesünder als Softdrinks

Dass Saft nicht unbedingt gesund ist, dürfte niemanden mehr überraschen. Forscher zeigen nun: Fruchtsäfte sind sogar schädlicher als Softdrinks.

Datum:
Saft

Saft und Softdrinks: beides Zuckerbomben.

Zucker ist Gift für uns, da ist sich die Wissenschaft einig. Kein Wunder also, dass sowohl Saft als auch Softdrinks nicht gerade als gesundheitsfördernd gelten. Doch die Ergebnisse einer Studie, die im Jama-Network veröffentlicht wurde, lassen selbst Experten überrascht zurück: Offenbar sind Säfte sogar noch schädlicher für uns als künstlich gezuckerte Softdrinks. Für diese Ergebnisse untersuchten die Wissenschaftler sechs Jahre lang die Daten von 13.440 Amerikanern über 45 Jahren auf verschiedene Auffälligkeiten in Zusammenhang mit ihrerm Konsum zuckerhaltiger Getränke. Das Ergebnis: Der Konsum zuckerhaltiger Getränke steht in direktem Zusammenhang mit einer erhöhten Sterblichkeit.

Galerie: Diese Getränke haben noch mehr Zucker als Coca-Cola

Wissenschaftler: Jede Flasche erhöht die Sterblichkeit

Die Forscher zeichnen ein dunkles Bild: Jede einzelne 0,33-Liter-Flasche am Tag sorgt für ein höheres Risiko zu sterben. Hierbei geht es um die allgemeine Sterblichkeit, eine spezifische Krankheit ließ sich in dieser Studie nicht herauskristallisieren – obwohl koronare Herzerkrankungen oftmals in Verbindung mit zuckerhaltigen Getränken gesehen werden. Und auch wenn Säfte oftmals noch Vitamine und Ballaststoffe beinhalten, die in künstlich gezuckerten Softdrinks meist nicht vorhanden sind, sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Der Einfluss auf unsere Sterblichkeit ist bei Säften offenbar doppelt so hoch wie bei Softdrinks. Kritiker sehen die Studie allerdings skeptisch und fordern nun weitere Untersuchungen, um den genauen Ursachen dieser Ergebnisse weiter auf den Grund zu gehen.

Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

Ob schneller Snack oder hohe Küchenkunst – auf eKitchen zeige ich alles zu Themen wie Food, Lifestyle und Tech in der Küche.