Gift für den Körper?

Aus diesem Grund sollten Sie keine Milch mehr trinken

Einst wurde Milch als gesundes Superfood voller wichtiger Nährstoffe angepriesen. Immer mehr Wissenschaftler sind jetzt aber überzeugt: Milch ist Gift für Menschen – und sogar krebserregend.

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Milch

Keine Freude für die Kuh und ungesund – gar krebserregend – für den Menschen? Milch wirkt inzwischen oft wie ein Relikt vergangener Tage.

Milch ist Gift – diese Aussage geistert immer wieder durch die Medien. Was früher als Starkmacher und Energielieferant galt, taucht heute als heftiger Schadstoff auf. Inzwischen gehen Experten sogar davon aus, dass Milch sogar krebserregend ist. Und selbst die vermeintlich positiven Eigenschaften verlieren an Glanz. Dass Milch trotz eines hohen Calcium-Anteils nicht gut für die Knochen ist, ist für viele Menschen trotz einer entsprechenden Harvard-Studie aus 2014 noch immer eine große Überraschung. Im Gegenteil: Ein hoher Milchkonsum sorgte in diesem und weiteren Langzeittests sogar für brüchigere Knochen. Der Grundsatz „Viel hilft viel” gilt für den Konsum der weißen Flüssigkeit also nicht, besonders Frauen haben demnach bei einem hohen Verzehr von Milchprodukten ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Doch offenbar ist Milch deutlich gefährlicher, als viele Menschen ahnen: Bodo Melnik, Professor und Ernährungswissenschaftler an der Universität Osnabrück, warnt nun ausdrücklich vor dem Konsum des – wissenschaftlich ausgedrückt – Eutersekrets der Tiere. Melnik sieht in Milch große gesundheitliche Risiken: Aktive Inhaltsstoffe könnten sogar langfristig unsere Gene manipulieren.

Gefährliches Doping auf unsere Körper? So wirkt Milch wirklich

Wenn man sich den Sinn von Milch in der Natur vor Augen führt, überraschen die Erkenntnisse von Bodo Melnik nicht: Die Flüssigkeit soll in der Natur kleine Kälber in kurzer Zeit zu massiven, erwachsenen Kühen heranwachsen lassen. Alle Bestandteile dieser Nahrung steuern nur auf ein Ziel zu: Wachstum. Ist eine bestimmte Größe erreicht, hören Kühe aber auf, die Milch zu trinken (und die Mutter stoppt die Produktion). Damit führen sich die Tiere auch die teils hormonellen Bestandteile nicht mehr zu. Der Mensch ist die einzige Spezies, die mit dem Milchkonsum nach dem Säuglingsalter nicht aufhört. Wir sind übrigens auch die einzige Spezies, die Muttermilch anderer Lebewesen als Teil ihrer regulären Ernährung nutzt. Die Folge dieser wachstumsfördernden und von der Natur so nicht vorgesehenen Ernährung: Menschliche Zellen können anfangen, sich unkontrolliert zu vermehren. Schlicht gesagt: Milch könnte krebserregend wirken.

Verändert microRNA unsere Genetik?

Laut dem Wissenschaftler könnte sogenannte microRNA in der Milch langfristig dafür sorgen, dass die Gene des Menschen sich verändern. Das in der Industrie geläufige Pasteurisieren der Milch reiche nicht aus, um diese aktiven Substanzen aus der Milch zu entfernen. Die langfristigen Folgen seien an dieser Stelle aber nicht gut erforscht und somit unabsehbar. Klar ist: Schon jetzt stehen Milch und Milchprodukte wie Käse, Butter oder Quark besonders mit der Entstehung von Prostatakrebs in Verbindung.

Milch und Rindfleisch: Tabu für Kinder und Indizien für Darmkrebs-Risiko

Neue Erkenntnisse des Wissenschaftlers und Nobelpreisträgers Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg untermauern die bestehenden Vermutung, dass Milch extrem ungesund ist. Und nicht nur das: Auch Rindfleisch steht jetzt im Verdacht krebserregend zu sein. Die sogenannten Bovine Milk and Meat Factors können demnach das Risiko für Darmkrebs und möglicherweise auch andere Krebsarten (wie Brust- oder Prostatakrebs) und chronische Krankheiten erhöhen. Unfassbar: Es sei ein vollkommen neuer und bisher unbekannter Erregertyp, der Merkmale von Viren und Bakterien aufweise. Der Experte rät, dass Mütter ihre Kinder bis zu ein Jahr lang stillen sollten – denn Muttermilch enthalte bestimmte Zuckerarten, die vor der Aufnahme der schädlichen Partikel schützen. Auch mit fortschreitendem Alter: Aber auch ältere Kinder und Erwachsene sollen auf keinen Fall Milchprodukte zu sich nehmen, um das Krebsrisiko zu senken.

Ist nicht alles an Milch schlecht?

Milch werden aber dennoch positive Eigenschaften zugeschrieben. Wer nicht mehr als 200 Gramm dieser tierischen Produkte zu sich nimmt, könnte – so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – einige Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck oder Diabetes leicht senken. Eine Metaanalyse spricht außerdem von einem sinkenden Schlaganfallrisiko bei einem geringen Konsum von Milchprodukten.

Hafermilch

Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

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