Milchaufschäumer

Für viele Menschen beginnt der Morgen mit zwei festen Ritualen: Kaffee zubereiten und Milch aufschäumen. Doch wie der perfekte Milchschaum sein muss, darüber streiten sich die Liebhaber von Cappuccino und Latte Macchiato. Darf er noch leicht flüssig und cremig sein oder muss er fest stehen und problemlos einen Keks tragen können? Verantwortlich für das Ergebnis ist unter anderem der Milchaufschäumer - und den gibt es in unterschiedlichen Ausführungen.

Heutzutage kommen meist elektrische Milchaufschäumer zum Einsatz. Der Nutzer füllt diese bis zur Markierung und schaltet sie ein. Den Rest übernehmen eine rotierende Spindel und das Heizelement. Letzteres befindet sich entweder direkt im Boden des Geräts oder es erhitzt die Milch kontaktlos per Induktion, wie man es auch von entsprechenden Herdplatten kennt. Milchaufschäumer mit Induktion bieten den großen Vorteil, dass man den Milchbehälter im Geschirrspüler reinigen kann, weil er keinerlei elektrische Bauteile enthält. Das gilt ebenfalls für Milchaufschäumer, die ausschließlich durch Muskelkraft betrieben werden. Einige Leute schwören auf diese Art, Milchschaum selber zu machen. Dabei kommt die aufgewärmte Milch in einen Behälter mit Sieb, das durch schnelle Auf- und Abbewegungen Luft hineinpumpt. Außerdem gibt es noch die batteriebetriebenen Modelle, die die Milch mithilfe eines kleinen Quirls aufschäumen.

Nicht zuletzt ist natürlich die verwendete Milch für die Konsistenz des Milchschaums verantwortlich. Es kommt dabei sowohl auf den Fett- als auch den Eiweißgehalt an. Durch das Aufheizen auf maximal 65 Grad Celsius denaturieren die Eiweißmoleküle und flocken aus – es entsteht Schaum. Besonders H-Milch kann hier punkten, weil das Eiweiß durch die Vorbehandlung bereits denaturiert ist. Beim Fettgehalt hat sich die klassische Vollmilch mit einem Anteil von 3,5 Prozent als gut geeignet erwiesen. Sie liefert einen besonders cremigen, weichen und feinen Milchschaum.
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