Cola oder Gummibär?

Coca-Cola Energy: Test des neuen Red-Bull-Konkurrenten

Coca-Cola Energy ist da. Doch überzeugt der Koffein-Lieferant auch Menschen, die von Energy-Drinks sonst eher die Finger lassen? Der Geschmacks-Test.

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Coca-Cola Energy

Premiere: Coca-Cola Energy ist der erste Energy-Drink unter der ikonischen Marke.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Coca-Cola Energy ist ein solider Energydrink, der einen neuen Geschmacksaspekt zur vorhandenen Palette hinzufügt. Für Menschen, die regelmäßig Energy-Drinks konsumieren, ist dieses Produkt als eine willkommene Abwechselung. Leider verpasst der Hersteller die Chance, einen echten Coca-Cola Geschmack zu implementieren. Zu süßlich, zu künstlich schmeckt der Drink, im Abgang bleiben sogar bittere Noten hängen. Auch die lange Zutatenliste hinterlässt einen wortwörtlich bitteren Beigeschmack – so setzt sich Coca-Cola Energy im Test kaum von der Konkurenz ab.

Pro

  • Neuartiger Geschmack im Energy-Bereich
  • Ohne Taurin
  • Hoher Koffeingehalt

Kontra

  • Bonbon-Effekt
  • Etwas zu weit weg von Coca-Cola
  • Lange Zutatenliste

Coca-Cola Energy

Coca-Cola hat bereits Koffein, ein Energy-Drink ist die süße Brause aber noch lange nicht. Zwar hält die Coca-Cola Company Anteile am erfolgreichen Energy-Drink-Hersteller Monster, ein Produkt unter der prestigeträchtigen Hauptmarke Coca-Cola gab es jedoch nie. Bis jetzt. Erstmals in der langjährigen Firmengeschichte hat das Unternehmen einen aufputschenden Energy-Drink mit der Marke Coca-Cola auf den Markt gebracht. Seit Mai 2019 stehen die kleinen Dosen in den Kühlregalen von Supermärkten und am Kiosk. Damit greift Coca-Cola aktiv den europäischen Getränkehersteller Red Bull an, der zuletzt selbst mit einer eigenen Cola und anderen Bio-Getränken auf sich aufmerksam machen wollte. Denn der milliardenschwere Konzern aus Österreich gilt nach wie vor als Vorreiter und Platzhirsch in Sachen Energy-Drinks, auch wenn die Konkurrenz zusehends wächst. Die Einführung eines Energy-Drinks von Coca-Cola dürfte dem Konzern einen bitteren Nachgeschmack bescheren, besonders, da Coca-Cola eine aggressive Marketing-Kampagne plant.
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Schmeckt dieser Energy-Drink wirklich wie Coca-Cola? Wir haben uns Coca-Cola Energy genauer angesehen.

Cola Energy gegen Monster: Großer Energy-Streit macht Probleme

Die Veröffentlichung des Getränks lief für die Coca-Cola Company nicht ganz reibungslos. Ein alter Vertrag mit dem Energy-Drink-Hersteller Monster machte Probleme. Die Coca-Cola Company hatte sich dort einst für 2,15 Milliarden Dollar teuer eingekauft. Das damalige Vertragswerk wollte Monster nun nutzen, um den neuen Konkurrenten unter Druck zu setzen. Denn eigentlich darf die Coca-Cola Company – so Monster – keinen eigenen Energy-Drink auf den Markt bringen. Von bestimmten Ausnahmen abgesehen. Nach juristischen Auseinandersetzungen ist laut Reuters jetzt klar, ob für Coca-Cola Energy diese Ausnahmeregelungen gelten oder nicht. Das Ergebnis dürfte Monster nicht freuen: Der Vertrag war so formuliert, dass Coca-Cola Energy weiter verkauft werden darf. Weltweit. Die Aktie des Energy-Drink-Herstellers Monster stürzte darauf hin um mehrere Prozentpunkte ab. Große Sorge muss man sich dort allerdings kaum: der Markt ist immer noch ein riesiges Wachstumsfeld. Und Coca-Cola ist noch immer selbst mit einem Anteil von knapp 19 Prozent stark investiert.

Was steckt in Coca-Cola Energy?

Das Getränk Coca-Cola Energy ist in einer zuckerhaltigen und kalorienfreien Variante jeweils in 250-Milliliter-Dosen auf dem Markt. Das Produkt ist ein Energy-Drink – besonders naturbelassene Zutaten sollte man also nicht erwarten. Die lange Liste auf der kleinen Dose überrascht kaum: Viel Zucker (von der zuckerfreien Variante mal abgesehen, hier findet man Aspartam und Acesulfam K in der Rezeptur) und viele Zusatzstoffe. Ebensowenig überraschend ist, dass neben Koffein (32 Milligramm pro 100 Milliliter – also 80 milligramm pro 250-Milliliter-Dose) auch das aktivierend wirkende Guarana im Getränk vorkommt. Dazu kommen konzentrationsfördernde B-Vitamine. Auf den umstrittenen Stoff Taurin (aus Red Bull nicht wegzudenken) verzichtet Coca-Cola jedoch. Immerhin: Eine Dose kommt auf etwa 105 Kilokalorien – damit ist das Getränk minimal kalorienärmer als eine klassische Red Bull (113 Kalorien).
Coca-Cola Energy Zutaten: Wasser, Zucker (10,3 Gramm pro 100 Milliliter), Kohlensäure, Dextrose, Säurungsmittel (Zitronensäure, Phosphorsäure), Farbstoff E150d, Säureregulator Natriumbicarbonat, Koffein, natürliches Aroma, Konservierungsstoffe (E211, E202), Inosit, Vitamine (Niacin, B6)

Galerie: Diese Getränke haben noch mehr Zucker als Coca-Cola

Coca-Cola Energy Nährwerte pro 100 Milliliter
  • Kalorien: 42 Kilokalorien
  • Fett: 0 Gramm
  • Kohlenhydrate: 10,3 Gramm
  • Eiweiß: 0 Gramm
  • Salz: 0 Gramm
Cola Cola Energy

Modernes Design: Die Dose der Coca-Cola Energy ist ein Blickfänger.

Coca-Cola Energy im Test: So schmeckt der Cola-Energydrink

Geschmacklich soll sich Coca-Cola Energy vom Energy-Einheitsdrink mit Bonbongeschmack absetzen. Denn der Drink soll – bei dem Namen irgendwie logisch – tatsächlich nach Coca-Cola schmecken. Leider ist den Produktentwicklern die Umsetzung dieses Ziels nur bedingt gelungen. Durch einen oberflächlichen Geschmack, der tatsächlich an die herkömmliche Coca-Cola erinnert, frisst sich schnell die oftmals an Energy-Drinks kritisierte Bonbon-Süße. Hier hätte nach den großspurigen Versprechugen eines „echten” Cola-Geschmacks mehr drin sein müssen. Das Getränk sprudelt leicht und angenehm. Der Drink funktioniert besonders eiskalt serviert gut, bei wärmeren Temperaturen tritt die Süße etwas unangenehm in den Vordergrund. Als Energy-Drink funktioniert die Coca-Cola Energy also sehr gut – als Cola mit mehr Koffein ist das Produkt leider nur bedingt zu empfehlen.

Coca-Cola Energy

Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

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