Studie belegt

Endlich bewiesen: Rotwein ist gut für den Darm

Wissenschaftler zeigten in einer Studie, dass Rotweintrinker häufig vielfältigere Darmbakterien und bessere Blutwerte haben.

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Rotwein ist gesund

Rotwein kann positive Nebeneffekte haben – wenn man auf die Menge achtet.

Das Gerücht hält sich schon länger: Ein Gläschen Rotwein am Abend ist gar nicht so schädlich, sondern im Gegenteil, kann positive Auswirkungen auf den Körper haben. Man sagt dem Rotwein so einiges nach – angeblich reguliert er den Blutdruck, hilft gegen Heißhunger oder soll besonders gut für die Herzgesundheit sein. Mit repräsentativen Studien belegt ist das meiste davon nicht. Eigentlich gilt nach wie vor: Kein Alkohol ist immer noch die gesündeste Lösung. Wissenschaftler am King‘s College London haben jetzt aber versucht, das Image des Rotweins wieder nach vorne zu treiben: Sie untersuchten 3.000 Probanden in drei verschiedenen Ländern und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen.

Senkt Rotwein den Cholesterinspiegel?

Das relevanteste Ergebnis der Studie beschäftigt vor allem Gastroenterologen: Studienteilnehmer, die statt Weißwein, Bier oder anderen Spirituosen regelmäßig Rotwein tranken, wiesen mehr unterschiedliche Mikrobakterien im Darm auf. Die Bakterien im Darm sind für den Menschen lebensnotwendig und neuesten Studien zufolge nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern sie können auch Erkrankungen abwehren und sollen sogar zum psychischen Wohlbefinden beitragen. Einen weiteren Zusammenhang fanden die Wissenschaftler zwischen dem Genuss von Rotwein und Übergewicht: Die Teilnehmer, die regelmäßig Rotwein tranken, litten seltener unter Fettleibigkeit und hohem Cholesterinspiegel. Rotwein konnte also wirklich eine geringfügig positive Wirkung bewiesen werden, was den Wissenschaftlern zufolge an den Polyphenolen in der Schale der Trauben liegt. Sie enthalten unter anderem viele Antioxidantien. yyyy Der Haken an der Sache: Die Hauptautorin der Studie gibt zu bedenken, dass die positive Wirkung bei dem Genuss von etwas Rotwein einmal alle zwei Wochen erzielt werden könne. Für das tägliche Glas gibt es dagegen auch nach dieser Studie immer noch keine gute Begründung.

Rotwein

Linda Schult

von Linda Schult

Alles, was eine technische Komponente hat, ist bei mir bestens aufgehoben. Alles, was man essen kann aber natürlich auch.