Auf die Schnelle

Studie zeigt: Snacks lösen klassische Mahlzeiten ab

Das Lunch fällt aus, zugunsten von Snacks? Kein Grund zum Ärgern: Damit liegen Sie laut einer Studie im Trend.

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Snacks

Besonders junge Leute snacken lieber, statt groß zu essen.

Mal ganz ehrlich: Wenn Sie abends beim gemütlichen Serienmarathon auf Netflix noch Hunger bekommen, was machen Sie da? Ein ausgewogenes Mahl zubereiten? Alle Gelüste in Hinblick auf die Traumfigur eisern verdrängen? Oder schnell schauen, was die Schublade mit Crackern und Konsorten so hergibt? Wer sich nun bei der Wahl letzterer Variante ertappt fühlt, befindet sich in bester Gesellschaft. Nämlich der des Großteils der Bevölkerung. Ob der Croissant auf dem Weg zur Arbeit, der Müsliriegel vor dem PC oder etwas zu Knabbern auf der Couch: Ein Leben ohne Snacks ist für die meisten Menschen kaum vorstellbar. Mehr noch: Wie wild die Menschen auf die schnellen Zwischenmahlzeiten sind, zeigt nun eine Studie von Snackhersteller Mondelez – und der muss es ja wissen. Demnach entscheiden sich bei der Wahl zwischen Mahlzeit und Snack 59 Prozent aller Erwachsenen für die flotte Knabber-Variante. Bei den Millenials zwischen 23 und 38 Jahren sind es sogar 70 Prozent. Die Teilnehmer der globalen Studie, die auch in Deutschland durchgeführt wurde, greifen dabei besonders gerne zu Convinience-Produkten.

Snack-Studie: Voller Magen, heile Welt

Viele kleine Zwischendurch-Mahlzeiten statt weniger opulenter und zeitintensiver, das passt für viele Menschen prima in den von zahlreichen Terminen und Aktivitäten geprägten Alltag. Auf diese Art stillen laut der Studie 59 Prozent der Erwachsenen ihren Hunger in Häppchen. Doch Snacks bedienen noch ganz andere Bedürfnisse, als nur den knurrenden Magen zu besänftigen. Sie verschaffen im Alltag eine kleine Pause. Sieben von zehn Befragten gaben an, ihr mentales und emotionales Wohlbefinden mit dem Griff in die Snackbox zu bedienen. Zum Beispiel, weil ein Snack sie an zuhause erinnert, was 71 Prozent angaben. Ganze 76 Prozent denken beim Griff zur kleinen Mahlzeit an ihre Kindheit und ihr Elternhaus und schwelgen dabei in glücklichen Erinnerungen. Acht von zehn Eltern sagten, dass sie den gemeinsamen Snack nutzen, um zwischendurch mit ihren Kindern Zeit zu verbringen.

Snack-Studie: Das Essen zum Lifestyle

Somit sind die beliebten Zwischenmahlzeiten fester Bestandteil unseres Alltags – ob in der Snackbox im Fitnessstudio, als Notreserve in der Handtasche auf Reisen oder tägliche Verpflegung im Büro. Laut 53 Prozent passt diese Art der Ernährung schlicht am besten zu ihrem Lebensstil. Und sie hilft Figurbewussten zudem, die Kalorienzufuhr besser im Blick zu halten, als es bei einem Gang in ein Restaurant möglich wäre. Drei von zehn würden sogar eher einen Monat auf soziale Medien als auf Knabberkram verzichten. Die beliebteste Tageszeit für Snacks ist in Deutschland übrigens nicht morgens um halb zehn, sondern um 15.30 Uhr. Noch später snacken weltweit nur die Briten.