Gefährlicher Trend

Studie zeigt: Jeder fünfte Schüler trinkt Energy Drinks

Energy Drinks statt Alkohol: Viele Schüler greifen regelmäßig zu den aufputschenden süßen Getränken.

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Energy Drink

Energy Drinks gelten als cool und sind auf dem Schulhof beliebt.

Solange Alkohol noch kein Thema ist, wähnen die meisten Eltern ihre Schulkinder gesundheitlich nicht unbedingt in Gefahr. Doch seit einigen Jahren werden Energy Drinks auf Schulhöfen immer beliebter: In einer repräsentativen Schulstudie der DAK zeigt sich, dass jedes fünfte Kind im Altersbereich zwischen Klasse fünf und zehn mindestens einmal im Monat einen Energy Drink trinkt. Sechs Prozent greifen sogar einmal die Woche dazu – drei Prozent täglich. Je älter die Kinder werden, desto mehr Energy Drinks konsumieren sie. Jungs liegen dabei weit vorne, zwei Drittel der Befragten, die täglich trinken, sind männlich.

Energy Drinks: Bedenklich für die Gesundheit

Die gesundheitlichen Risiken bei regelmäßigem und hohem Konsum der Energy Drinks sind hoch – sowohl für Erwachsene als auch – und erst recht – für Kinder: Viele junge Befragte berichten von Schlafstörungen, Hyperaktivität. Regelmäßiger Konsum der stark zuckerhaltigen Getränke kann darüber hinaus zu Übergewicht führen, eine Diabetes-Erkrankung fördern, und wer über längere Zeit Energy Drinks trinkt, kann Herzrhythmusstörungen oder andere Herz-Kreislauf-Probleme hervorrufen. Der „Kick“, den die taurin- und koffeeinhaltigen Drinks auslösen, ersetzt besonders für Jungs im Alter von 14 bis 17 den Alkohol, den sie noch nicht trinken dürfen. Hinzu kommt, dass Energy Drinks leicht erhältlich, nicht sehr teuer und geschmacklich besonders attraktiv für Kinder sind.

Energy Drinks: Werbung verführt zum Trinken

Die DAK-Studie zeigt darüber hinaus, dass Werbung für Energy Drinks durchaus einen Effekt auf junge Kunden hat: Wer viel Werbung ausgesetzt ist, greift deutlich früher zum ersten Drink. Eine gesetzlich geregelte Altersbeschränkung für den Kauf von Energy Drinks gibt es bisher nicht – sie ist allerdings regelmäßig wieder im Gespräch. Eine Beschränkung auf den Kauf ab 16 Jahren ist in Zukunft durchaus wahrscheinlich.
Linda Schult

von Linda Schult

Alles, was eine technische Komponente hat, ist bei mir bestens aufgehoben. Alles, was man essen kann aber natürlich auch.