Gutes tun

Für die Umwelt: Starbucks strebt Klimaneutralität an

Schon länger legt sich Starbucks für die Umwelt ins Zeug – zuletzt mit einer Gebühr auf seine Pappbecher. Jetzt setzt sich der Kaffeemogul noch höhere Ziele.

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Starbucks Pappbecher

Einwegbecher aus Pappe kosten bereits bei Starbucks – und jetzt geht die Kaffeekette richtig in die Umweltschutzoffensive.

Für viele Menschen sind Multi-Millionen-Dollar-Konzerne das personifizierte Böse – das ist aber nicht immer der Fall. Manchmal tun auch die Reichsten unter uns etwas Gutes für die Gesellschaft und investieren zum Beispiel in Charity oder die Umwelt. Oft ist das reine PR – aber schaden kann es ja nicht, oder? Auch Kaffeemogul Starbucks ist neben Heißgetränken und Süßgebäck bekannt für seine Wohltätigkeit. So spendet die Starbucks Foundation etwa regelmäßig Millionenbeträge an Non-Profit-Organisationen oder führte zuletzt eine Gebühr auf seine Pappbecher ein – Infos dazu lesen Sie weiter unten. Jetzt setzt sich der Kaffeemogul noch höhere Ziele.

Starbucks: Klimaneutralität bis 2030

So kündigte das Unternehmen an, innerhalb der nächsten zehn Jahre auf Klimaneutralität umzusatteln. Im Klartext heiß das: Nach und nach möchte man seinen CO2-Ausstoß verringern, weniger Müll produzieren und zusätzlich mehr Frischwasser zu fördern, als man verbraucht. Der aufwendige Umstieg soll bis 2030 erfolgen, weitere Details dazu verrät Starbucks im März 2021 anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums. Die umweltschützenden Maßnahmen sind eine gute Sache – und bitter nötig. Allein in 2018 produzierte Starbucks laut CNBC 16 Millionen Tonnen Treibhausgase, verbrauchte eine Milliarde Kubikmeter Wasser und produzierte 868 Kilotonnen Abfall.

Starbucks: Fünf Cent extra für den To-Go-Becher

Für jeden To-Go-Becher zahlen Sie deshalb ab sofort fünf Cent extra. Das Extrageld geht anschließend komplett an den WWF und seine Projekte zur Bekämpfung von Plastikmüll. „Es ist unser erklärtes Ziel, die Anzahl an Pappbechern zu reduzieren, und die Einführung der Bechergebühr ist dabei für uns der nächste logische Schritt”, so Kai Bordel, Managing Director Starbucks Germany. „Wir wollen die Aufmerksamkeit unserer Gäste noch stärker auf die Möglichkeit lenken, ein Getränk im umweltfreundlichen Mehrwegbecher zu bestellen – und damit nicht nur 30 Cent zu sparen, sondern vor allem auch etwas Gutes für die Umwelt zu tun”. Starbucks’ Ansatz ist ein Branchennovum – und vielleicht zieht ja auch die Café-Konkurrenz mit.
Pavel Girard

von Pavel Girard

Hobby-Koch. Japan-Nerd. Zusammen ergibt das eine große Vorliebe für die ostasiatische Küche. Eigentlich esse ich aber alles. Und schreibe drüber. Nur nicht über Brokkoli.