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Naturkind: Edeka eröffnet Bio-Marktkette

Öko-Offensive bei Edeka: Der Handelsriese weitet den Verkauf von Bio-Lebensmitteln mit einer dedizierten Bio-Ladenkette aus. Erste Filialen haben bereits geöffnet!

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Supermarkt

Das Einkaufen von Bio-Lebensmitteln liegt voll im Trend.

Bio-Lebensmittel gibt es mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt. Selbst Discounter bieten ihre eigenen Öko-Produkte mit dem Versprechen von mehr Nachhaltigkeit und weniger Chemie an – wie „grün“ diese Lebensmittel tatsächlich sind, ist im Einzelfall oft schwer zu prüfen. Fest steht: Wer Bio kauft, ist bereit, mehr Geld auszugeben. Entsprechend begierig stürzt sich der Handel auf die Möglichkeit, den Umsatz mit öklogisch wertvollerer Ware anzukurbeln. Die Handelskette Edeka geht nun in die Vollen und vergrößert nicht bloß das eigene Bio-Sortiment. Stattdessen lagert das Unternehmen den Handel mit nachhaltiger Ware in eine separate Ladenkette aus.

Naturkind: Bio-Fachhandel von Edeka

Unter dem Namen „Naturkind“ haben am 10. Oktober 2019 in Hamburg-Altona und im bayrischen Dinkelsbühl die ersten Bio-Fachmärkte aus dem Hause Edeka ihre Tore geöffnet. Die dedizierten Filialen für den reinen Bio-Bedarf sollen ein neues Klientel erschließen und vor allem Konkurrenten wie Alnatura, Denn’s & Co die Kundschaft streitig machen. Die selbstständig geführten Filialen starten mit einem rund 7.000 Produkte umfassenden Sortiment durch. Ein Grund für die Auslagerung des Bio-Geschäfts ist laut Edeka, dass herkömmliche Supermärkte kaum mit Bio-Verbandsware beliefert würden.

Naturkind: Bio-Potenzial ist riesig

Das Potenzial dieser Offensive ist groß, der Markt für Bio-Artikel wächst seit Jahren stetig. Allein 2018 kauften deutsche Verbraucher Bio-Waren im Wert von 10,9 Milliarden Euro. Erst Anfang 2019 hatte der Discounter Lidl seine hauseigenen Molkerei-Produkte mit dem angesehenen Bioland-Siegel versehen lassen. Aldi zog im Juli 2019 mit der Ankündigung nach, das eigene Bio-Sortiment auf über 300 Artikel ausweiten zu wollen. Die Naturkind-Filialen sollen unter anderem mit der Option auf weitgehend verpackungsfreien Einkauf punkten. So gibt es etwa Milchtankstellen und Stationen für selbst abfüllbare Waren.