Tierschutz

Masthuhn-Haltung: Kampagne gegen Subway gestartet

Subway bezieht sein Fleisch auch von Masthühnern aus haarsträubenden Haltungsbedingungen – dagegen wird jetzt vorgegangen.

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Anti-Subway-Kampagne

Die Kampagne der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ist gut gemacht und provokant.

Viele Fast-Food-Hersteller setzen auf Massentierhaltung – denn Profit ist für einen Großteil der Unternehmen nun einmal wichtiger als Tierschutz. Auch der US-amerikanische Sandwich-Mogul Subway lässt seinen Tieren wenig Platz zum Leben und kaum Luft zum Atmen – und für Tierschützer aus der ganzen Welt ist das Maß jetzt voll: 20 Tierschutzorganisationen aus 14 Ländern rufen derzeit die Schnellrestaurant-Kette dazu auf, die Haltungsbedingungen ihrer Masthühner zu verbessern. Das tun die Aktivisten in Form von Petitionen und gut gemachten Online-Aktionen.

Subway: Kette ignoriert Masthuhn-Initiative

Den organisatorischen Hut auf hat dabei die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. „Subway ... verspricht ihren KundInnen qualitatives Essen, das nachhaltig und ethisch produziert wurde”, schreiben die Berliner auf ihrer Seite. „Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Die Hühner ... leben und sterben unter qualvollen Bedingungen”. Damit sich das ändert, haben 30 Tierschutzorganisationen schon vor einiger Zeit in der sogenannten Europäischen Masthuhn-Initiative neue Mindeststandards aufgestellt. 200 europäische und amerikanische Unternehmen erfüllen bereits die dort aufgestellten Kriterien, darunter Kentucky Fried Chicken und Nestlé. Subway habe laut Albert Schweitzer Stiftung ebenfalls zugestimmt – beeindruckt nach über zwei Jahren aber immer noch mit Nichtstun. Ob provokante YouTube-Videos etwas an der Einstellung des Konzerns ändern, wird sich zeigen.
Pavel Girard

von Pavel Girard

Hobby-Koch. Japan-Nerd. Zusammen ergibt das eine große Vorliebe für die ostasiatische Küche. Eigentlich esse ich aber alles. Und schreibe drüber. Nur nicht über Brokkoli.