Für mehr Nachhaltigkeit

Weniger Müll: Achten Sie bei Lidl jetzt auf dieses Logo

Lidl will es den Kunden einfacher machen, auf die Umwelt zu achten. Wie ein neues Soegel dabei helfen soll.

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Lidl

Lidl will es mit einem neuen Plastik-Logo einfacher machen, bewusster einzukaufen.

Plastik ist neben der drohenden Klimakatastrophe eine der wichtigsten Herausforderungen der Menschheit. Denn der praktische Kunststoff vermüllt den Planeten immer mehr. Erste Gesetze und Resolutionen wirken oft eher wie Symbolpolitik, Strohhalmverbote & Co. erzielen aber immerhin einen spürbaren Effekt und regen mindestens zur Auseinandersetzung mit dem Thema an. Dieses Ziel hat offenbar auch Lidl mit einem neuen Siegel, das in dieser Hinsicht verbesserte Packungen kennzeichnen soll. Zwar kommen diese Packungen immer noch nicht ohne den Kunststoff aus, die Mengen sollen bei den Eigenmarken zumindest immer mehr dahinschwinden.

Einsparungen: Immer weniger Plastik bei Lidl?

Bisherige Einsparungen waren offenbar für den Markt mit Erfolg gekrönt. 282 Tonnen Plastik habe man dort seit 2018 allein im Wurstsortiment durch die Reduktion des Verpackungsgewichts bei verschiedenen Produkten eingespart. Auch bei den wuchtigen Flüssigwaschmittelpackungen spare der Discounter an Material. Auch eine Umstellung beim Küchenpapier sei wichtig bei der Einsparung von Plastik und anderen Verpackungen: 35 Tonnen Folie (und 170 Tonnen Papphülsen) sollen durch die Umstellung der "Floralys"-XXL-Haushaltsrolle auf sechs statt zwölf Rollen pro Packung eingespart werden. Da die Rollen jedoch mit 90 statt 45 Blättern pro Einheit daherkommen, zahlen Kunden nicht drauf. Außerdem passen aufgrund der veränderten Verpackung mehr Artikel in einen LKW, sodass allein bei der Küchenrolle im Jahr etwa 760 LKW-Fahrten wegfallen.

„Verantwortlich verpackt”: Neues Lidl-Siegel

Weniger Plastik, mehr Recycling: Das sei das angestrebte Ziel des Discounters. Das neue „Verantwortlich Verpackt”-Logo auf den betroffenen Packungen soll Kunden über die gemachten Fortschritte informieren und zu einem bewussteren Umgang mit Plastik anregen. Damit ein Produkt das Siegel erhalten darf, muss es eines dieser Kriterien erfüllen:
  • Recyclingfähigkeit von mindestens 80 Prozent
  • Rezyklatanteil von mindestens 30 Prozent
  • Einsatz von alternativen Materialien
  • Einsparung von Volumen oder Gewicht des Verpackungsmaterials von mindestens 10 Prozent
Ob das Logo langfristig mehr sein wird, als ein Werbe-Gag bleibt abzuwarten – im Rahmen der Konzerneigenen Kampagne „REset Plastic” hat sich Lidl aber verpflichtet, den Kunststoffeinsatz bis 2025 um ein Fünftel zu senken und die Recyclingfähigkeit bei Verpackungen der Eigenmarken auf 100 Prozent zu steigern.