Besser als Kuhmilch?

Alternative zu Soja & Co.: Jetzt kommt die Kichererbsenmilch!

Pflanzenmilch ist nicht jedermanns Sache. Eine Alternative aus Kichererbsen soll eingefleischte Kuhmilch-Trinker überzeugen!

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Kichererbsenmilch

Pflanzenmilch aus Kichererbsen-Protein soll Kuhmilch geschmacklich stark ähneln.

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit der Herkunft ihrer Lebensmittel. Insbesondere ein Blick hinter die Kulissen der Milchproduktion lässt viele vom Konsum des unter qualvollen Bedingungen gewonnenen Drüsensekrets abschwören. Pflanzliche Alternativen gibt es reichlich, doch die schmecken nicht jedem. Sojamilch etwa hat einen sehr herben Beigeschmack, Reismilch eine wässrige Konsistenz und Produkte auf Nussbasis sind oft sehr teuer. Erschwingliche und wohlschmeckende Varianten kommen meist nicht ohne Zucker- und Aromazusätze aus. Was also tun? Die Antwort kommt nun möglicherweise aus Israel!

Kichererbsenmilch: Große Ähnlichkeit zu Kuhmilch

Das dort ansässige Startup ChickP hat eine neue Milchalternative auf Basis von Kichererbsenprotein entwickelt. Die soll in Sachen Geschmack, Konsistenz und Nährstoffgehalt so nah an der Kuhmilch sein, dass auch überzeugten Kuhmilch-Verfechtern der Wechsel leicht fallen soll. Für die Herstellung isoliert das Unternehmen in einem eigens dafür patentierten verfahren bis zu 90 Prozent pures Protein aus der Kichererbse. Entwickelt wurde das daraus entstehende Produkt von Mitarbeitern der Hebräischen Universität von Jerusalem. Aus dem Isolat lässt sich laut Unternehmen nicht nur Milch sondern auch Joghurt herstellen.

Kichererbsenmilch: Kaum Zusätze nötig

Der von Natur aus sehr neutrale und milchähnliche Geschmack bedürfe kaum weiterer Zusätze, sodass die Zutatenliste für Kichererbsenmilchprodukte besonders kurz ausfällt. Das soll nicht nur den Herstellungsprozess für Produktionsfirmen erleichtern, sondern vor allem die Akzeptanz von Pflanzenmilch bei Konsumenten steigern. Auch der Umstand, dass das Produkt sehr fettarm ist, keine Allergene enthält und ohne Genmanipulation auskommt, könnte Käufer überzeugen. Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen die Produktion des Proteins bereits im Oktober 2019 hochgefahren und sei nun bereit, es an Hersteller von Milchalternativen auszuliefern.