Triebe und Keime

Kartoffel: Triebe giftig, schädlich oder noch essbar?

Triebe an der Kartoffel nerven. Aber sind sie schädlich und giftig oder sind die Knollen mit Keimen noch essbar? Alles zum Kartoffeltrieb.

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Kartoffel Trieb

Triebe und Keime sind nicht attraktiv. Aber ist es sogar gefährlich mit keimenden Kartoffeln zu kochen?

Kartoffel: Triebe und Keime im Überblick

  • Keime und Triebe entfernen
  • Kartoffeln verändern beim Keimen ihre Eigenschaften
  • Zu schrumpelige Kartoffeln nicht mehr nutzen!
  • Grüne Kartoffeln enthalten Gifte
Es ist mal wieder diese Zeit des Jahres: Kaum ist es etwas wärmer, fangen die Kartoffeln an blitzschnell zu keimen und zu treiben. Kein Wunder, schließlich haben die im Vorjahr geernteten Kartoffeln bei ca. 4 Grad Celsius den Winter gelagert und reaktivieren sich bei wärmeren Temperaturen für den Frühling. Das sieht nicht nur kurios aus – es hat auch echte Folgen für die Kartoffel. Aber reicht das Wegschneiden der Keime? Oder sind die Kartoffeln inzwischen ungenießbar, vielleicht sogar schädlich und giftig und somit nicht mehr essbar? Es gibt Entwarnung: Prinzipiell reicht es, den Trieb der Kartoffel herauszuschneiden und die Knolle dann wie gewohnt zuzubereiten. Eine keimende Kartoffel ist also noch essbar – trotzdem gibt es etwas zu beachten.

Kartoffeltrieb: So sind keimende Kartoffeln essbar

Es ist sicher, keimende Kartoffeln zu essen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die einzelnen Keime gut entfernt wurden. Gleichzeitig darf eine Kartoffeln nicht zu weich und schrumpelig aussehen. Da die Kartoffel als Vorbereitung zum Wachstum Zucker in Stärke verwandelt, verändern sich die Eigenschaften der Pflanze. Geschmack, Textur & Co. verändern sich dadurch so sehr, dass die gewünschten Merkmale nicht mehr erreicht werden. Lassen Sie außerdem die Hände vom Kühlschrank: Die Kälte des Kühlschranks sorgt für einen umgekehrten Prozess, der in einem unangenehm süßen Geschmack der Kartoffel resultiert.

Grüne Kartoffel: Essbar oder giftig?

Etwas problematischer sind Kartoffeln mit grüner Färbung. Die Kartoffel produziert bei Kontakt mit Sonnenlicht wie quasi jede Pflanze Chlorophyll und lagert die grünen Farbstoffe ein. Die Schale verändert dabei sichtlich die Farbe – und die Kartoffel wird deutlich bitter. Da grüne Kartoffeln auch den giftigen Stoff Solanin produzieren, gibt es hier aber auch ein tatsächliches Risiko. Allerdings müsste für erste Vergiftungserscheinungen eine ganze, bereits sehr grüne Ofenkartoffel verspeist werden. Durch die Bitterstoffe dürfte es aber in jedem Fall nur selten so weit kommen.
Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

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