Backen mal anders

Hitzewallungen: Wissenschaftler backen Brot mit Stromstößen

Brot aus dem Ofen? Ist doch total langweilig! Diese Wissenschaftler backen mit Stromstößen!

Datum:
Brot Strom

Die Universität für Bodenkultur Wien optimiert backt mit Stromstößen. (Symbolbild)

Ofenfrisches Brot ist lecker und duftet himmlisch – doch die Zubereitung und das Backen kosten Energie und Zeit – und eine gewisse Kochkompetenz. Findige Wissenschaftler der Universität für Bodenkultur in Wien haben jetzt eine Methode entwickelt, um beides zu reduzieren – sie backen mit Stromstößen! Im als „Ohmsches Erhitzen” bezeichneten Verfahren wird das Brot allerdings nicht etwa von außen mit Elektrizität bombardiert, man erhitzt es vielmehr mittels Strom von innen!

Wie bei der Glühbirne

Für ein besseres Verständnis geben die Wissenschaftler ein einfaches Beispiel: „Von der guten alten Glühbirne kennt man es noch – wenn genügend Strom durch einen Draht fließt, glüht dieser vor Hitze. Das hängt mit dessen elektrischen Widerstand und dem Ohmschen Gesetz zusammen. Nimmt man statt eines Drahts einen Brotteig, glüht dieser zwar nicht – heiß wird er aber trotzdem. Und diese Hitze kann zum Backen verwendet werden”, so die offizielle Pressemeldung.

Schnell, stromsparend – aber ohne Kruste

Laut Professor Henry Jäger liefert die neuartige Methode überzeugende Ergebnisse: „Das Brotvolumen war um 10 bis 30 Prozent höher als beim konventionellen Vergleichsbrot. Die Krume war weicher und elastischer und die Poren kleiner sowie homogener verteilt”. Außerdem verbrauche das Verfahren nur Zweidrittel der beim üblichen Backen notwendigen Energie und auch deutlich weniger Zeit. Allerdings treten keine Bräunung und Krustenbildung auf. Wollen Sie also nicht nur bleiches Toastbrot essen, ist eine zusätzliche Infrarotbehandlung nötig.
Pavel Girard

von Pavel Girard

Hobby-Koch. Japan-Nerd. Zusammen ergibt das eine große Vorliebe für die ostasiatische Küche. Eigentlich esse ich aber alles. Und schreibe drüber. Nur nicht über Brokkoli.