Gefährlicher Zucker

Hauptsache süß: Deutsche trinken zu viel Cola und Co.

Täglich Softdrinks? Für viele Deutsche ist das normal. Eine Studie der Techniker Krankenkasse schlägt Alarm.

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Softdrinks

Cola und andere Softdrinks enthalten Unmengen an Zucker und schaden mehr als dass sie bei der Flüssigkeitsaufnahme helfen.

Passend zum kürzlich veröffentlichten Kaffee-Report, hat die Techniker Krankenkasse nun einen umfangreichen Wasser-Report vorgestellt: Die repräsentative Umfrage befasst sich vor allem mit der Frage, ob und wie viel Wasser die Deutschen am Tag trinken – oder ob sie eher zu zuckerhaltigen Limonaden oder Kaffee greifen. Der tägliche Genuss von Softdrinks ist dabei trotz gesundheitlicher Risiken gar nicht so selten. Die Studie macht deutlich: Die Deutschen haben noch etwas Nachholbedarf, wenn es um gesundes Trinken geht.

Wasser-Umfrage: Männer trinken mehr als Frauen

Jeder Erwachsene sollte am Tag mindestens 1,5 bis 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, um seinen Körper ausreichend zu unterstützen. Die Umfrage der TK zeigt, dass diejenigen, die nach eigenen Angaben ausreichend Flüssigkeit tranken, sich auch generell gesünder fühlten – sie leiden seltener unter Muskelverspannungen, Erschöpfung, Herz-Kreislaufbeschwerden oder auch Niedergeschlagenheit.
Frauen trinken dabei häufiger zu wenig als Männer: Die Studie zeigt, dass 56 Prozent der Männer täglich mindestens 1,5 Liter trinkt – bei den Frauen hingegen geben nur 49 Prozent an, das zu schaffen. Im Norden Deutschlands wird dabei übrigens deutlich weniger getrunken als im Süden. Und auch das Alter spielt eine Rolle: Von den über 60-Jährigen decken 74 Prozent ihren Tagesbedarf. Die Altersgruppe 18 bis 39 schafft das nur zu 62 Prozent.

Wasser Umfrage

Softdrinks statt Wasser: Jeder vierte Deutsche unter 40 trinkt ungesund.

Zu viele zuckerhaltige Limonaden und Softdrinks

Auf den ersten Blick ist der Getränkekonsum in Deutschland gesundheitlich unbedenklich: Die Lieblingsgetränke aller Befragten sind mit großem Abstand Kaffee und Tee. Gefragt danach, was sie täglich oder mehrmals pro Woche trinken, geben 91 Prozent die beiden Heißgetränke an. Mit 69 Prozent folgt darauf das Mineralwasser, 62 Prozent macht das Leitungswasser aus – dank Wassersprudlern in vielen Haushalten, erfreut es sich großer Beliebtheit. Darauf folgen – überraschend – Milch- und Milchmixgetränke. Nach Saft- und Saftschorlen folgen mit 16 Prozent die zuckerhaltigen Limonaden wie Cola, Fanta und Co. Die Light-Varianten machen dann noch einmal 15 Prozent aus.
Dennoch zeigt die Unterteilung nach Altersgruppe, dass in der jüngeren Bevölkerungsschicht deutlich zu viele Softdrinks konsumiert werden: Von den 18 bis 39-Jährigen trinkt jeder Vierte täglich Softdrinks. Die Light-Getränke von Cola und Co. sind nicht minder umstritten – Süßungsmittel in den täglich konsumierten Getränken gaukeln dem Körper vor, er würde Zucker zu sich nehmen, was unter anderem zu Heißhungerattacken führen kann. Auch Milchmixgetränke, etwa Kakao oder verschiedene Fruchtbuttermilchsorten, enthalten zum Teil sehr viel Zucker und sind keine gute Wahl, um den eigenen Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen.

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Linda Schult

von Linda Schult

Alles, was eine technische Komponente hat, ist bei mir bestens aufgehoben. Alles, was man essen kann aber natürlich auch.