No-Deal für Zutaten

Angst vor Brexit: Domino’s legt massenweise Vorräte an

Kommt der No-Deal-Brexit? Domino’s fürchtet Zutaten-Knappheit und deckt sich zur Sicherheit jetzt schon mit Pizzabelägen ein.

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Domino’s Brexit

Der Pizzadienst Domino’s hat sieben Millionen Pfund für ein Lager voller Pizzabeläge ausgegeben.

Mit über 300 Stores ist der Pizzadienst Domino’s (der vor einiger Zeit hierzulande die Filialen von Joey’s übernahm) in Deutschland mittlerweile recht bekannt – und beliebt. Die vergleichsweise günstigen Pizzen, Pastas und Snacks werden in kleineren und größeren Städten bis an die Haustür geliefert. Doch das britische Unternehmen hat jetzt Sorge, dass der drohende Brexit das Geschäft schädigt. Sollte es zu einem No-Deal-Brexit kommen, also einem ungeregelten Ausstieg Großbritanniens aus der EU am 31. Oktober, fürchtet das Unternehmen nicht nur Lieferverzögerungen, sondern auch höhere Kosten.

Brexit: Domino’s importiert Zutaten aus mehreren Ländern

In Großbritannien ist der Pizzadienst mit rund 1.000 Filialen sehr erfolgreich – allerdings bezieht er beiweitem nicht alle Lebensmittel aus dem eigenen Land. Laut der britischen Zeitung Guardian kommen bis auf Mehl und Käse alle Zutaten aus anderen Ländern Europas oder der Welt. Sollte es zum ungeregelten Ausstieg aus der EU kommen, sind längere Wartezeiten an den Grenzen wahrscheinlich – ebenso wie höhere Kosten. Das Unternehmen will Produktionsengpässe und höhere Investitionen vermeiden und hat deshalb bereits jetzt rund sieben Millionen Pfund investiert, um Zutaten wie Huhn, Thunfisch und Ananas einzulagern – tiefgefroren, versteht sich.

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Linda Schult

von Linda Schult

Alles, was eine technische Komponente hat, ist bei mir bestens aufgehoben. Alles, was man essen kann aber natürlich auch.