Frisch gezüchtet

Jetzt kommt Fred: diese Birne erobert den Markt

Neue Marken sind beim Obst wirklich selten gesehen. Dazu kommt, dass sich kaum eine Neuheit langfristig auf diesem anspruchsvollen Markt hält. Darum hat die neue schweizer Birnensorte Fred vielleicht bessere Chancen.

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Birne Fred

Birne Fred sieht aus wie viele anderen Birnen auch.

Kaum eine andere Obstsorte steht so stark mit dem Apfel in direkter Konkurrenz zum Apfel: die Birne. Sie erfreut sich zwar großer Beliebtheit, hat jedoch einige Problemchen, an denen sich viele potenzielle Konsumenten stören. Sie sind in der Regel schön saftig – das macht den Genuss jedoch oft zu einer echten Schweinerei. Außerdem sind Birnen druckempfindlich, bekommen dadurch schneller braune Flecken und werden schon früh weich. Eine lange Lagerung ist also nur bedingt möglich. Fred ist anders. Mit dieser kurios benannten Birnenmarke bringen die Schweizer nun eine Sorte auf den Markt, die für Konsumenten und den Handel attraktiver sein soll.

Fred: Birne mit Potenzial

CH201, so Freds offizielles Kürzel, hat eine 18 Jahre lange Züchtungszeit hinter sich – und startet nun einen ersten Versuch im Handel. Gezüchtet hat sie die Schweizer Forschungsanstalt Agroscope. Die zeigt sich selbstbewusst. Fred überzeuge mit einer festeren Konsistenz und einer geringeren Druckempfindlichkeit. Auch optisch ist die Frucht spannend: Sie fällt mit ihrem roten Bauch unter den anderen grünen Birnen tatsächlich auf. Auch Händler sollen sich freuen, da Fred länger haltbar ist als andere Birnen. Und die Endverbraucher wolle man durch die kackig-saftige aber nicht zu triefende Konsistenz überzeugen. Das perfekte Obst für unterwegs? Geschmacklich soll Fred die ersten Tester schon mit ihrer leichten Säure und ihrem knackigen Fruchtfleisch überzeugt haben.

Fred: Erster Verkaufsversuch

Vorerst gibt es Fred nur in kleinen Mengen im Detailhandel in der Schweiz zum Verkauf, beispielsweise in Filialen von Coop und Migros. In größeren Mengen wird Fred wahrscheinlich erst ab 2020 angeboten. Da die gepflanzten Bäume erst in fünf bis sieben Jahren den gewünschten Ertrag abwerfen, gehen die verantwortlichen Unternehmen davon aus, dass man Fred erst um 2025 herum flächendeckend in der Schweiz anbieten kann. Ob Fred es auch nach Deutschland schafft, ist nicht sicher, aber weit hat sie es schließlich nicht.
Sabine Stanek

von Sabine Stanek

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