Digitale Offensive

Apetito: Caterer will mit App für Schüler punkten

Apetito kennen viele Verbraucher nur als Hersteller von Tiefkühlprodukten. Doch das Unternehmen ist auch führender Verpfleger für Kitas und Schulen. Dort will der Konzern seine Beliebtheit jetzt mit einer „hippen“ App ausbauen!

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Scapp

Die Apetito-App „Scapp“ soll Schüler unter anderem mit einem Chat und einem Stundenplan begeistern.

In vielen deutschen Schulen und Kindertagesstätten haben Kinder die Möglichkeit, zu Mittag zu essen. Für die Versorgung mit unterschiedlichen Gerichten kommen sogenannte Catering-Unternehmen zum Einsatz, die das Essen an die jeweiligen Einrichtungen ausliefern. Einer der führenden Anbieter ist in Deutschland der Tiefkühlkost-Hersteller Apetito mit rund 6.000 versorgten Einrichtungen. Der möchte seinen Stand bei der jungen Kundschaft einem Medienbericht zufolge nun aufpolieren und mit einer vielseitig einsetzbaren Smartphone-App für Schüler das Schul-Catering revolutionieren. Die Anwendung „Scapp“ ist ab sofort für iOS- und Android-Handys verfügbar und soll ihren Nutzern weit mehr bieten, als nur die Möglichkeit, Essen zu bestellen.

Apetito Scapp: Allround-App für Schüler

Sofern sich Schulen dazu bereit erklären, notwendige Stammdaten in die App einzupflegen, können Schüler via „Scapp“ aktuelle Stunden- und Vertretungspläne einsehen, einen Ferien-Countdown verfolgen, an Umfragen teilnehmen und sich über aktuelle Ereignisse an ihrer Schule informieren. Sogar ein eigener Chat ist in die App integriert und soll offenbar in unmittelbare Konkurrenz zu WhatsApp & Co. treten. Das Kommunikations-Tool wird allerdings von einem Lehrer verwaltet und soll etwa zur Besprechung von Hausaufgaben dienen. Obendrein bestellen, bezahlen und bewerten Kinder über die App ihr Essen von Apetito und erhalten über das Programm Informationen zu Allergenen und anderen Inhaltsstoffen. Ziel der App sei es, Schülern ein angesagtes Medium mit Mehrwert an die Hand zu geben.

Apetito Scapp: Testlauf an fünf Schulen

Aktuell testet Apetito das neue Konzept an fünf Schulen. Wie es sich dort schlägt und ob sich die Kinder tatsächlich für eine Mensa-App mit Chat-Funktion begeistern, bleibt unklar. Fest steht: „Scapp“ ist der Auftakt für eine grundlegende Digital-Umstellung seitens Apetito. Das Unternehmen will seine gesamte Prozesskette „smart“ machen und so näher an der zunehmend digitalisierten Kundschaft sein. Der Hintergrund: Mit 54.000 Kitas und 21.000 Schulen bietet der Catering-Markt enormes Wachstumspotenzial, während die Ansprüche an die Verpflegung von Kindern stetig komplexer werden. Hier will Apetito mit seiner neuen Schnittstelle ansetzen. Der bundesweite Einsatz von „Scapp“ ist für Ende 2019 vorgesehen.