Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Leckere Mängelexemplare: Aldi verkauft Wetteräpfel

Aldi sagt der Lebensmittelverschwendung weiter den Kampf an. Mit sogenannten Wetteräpfeln bringt der Discounter jetzt angeschlagenes Fallobst unters Volk.

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Wetteräpfel

Augen zu und reinbeißen! Aldis „Wetteräpfel“ sind nicht schön aber lecker.

Das Auge isst mit – bei vielen Menschen leider mehr als nötig. Obst und Gemüse mit undekorativen Flecken, ungewöhnlicher Form oder anderen Schönheitsfehlern rühren viele Konsumenten nicht an. Deshalb landen diese optischen Mängelexemplare hierzulande gar nicht erst in den Verkaufsregalen sondern direkt auf dem Müll – obwohl Sie bedenkenlos gegessen werden könnten und dabei auch noch schmecken würden! In Deutschland wandern jedes Jahr rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Abfall. Viele Supermärkte wehren sich mittlerweile gegen die Verschwendung und bieten Produkte mit Schönheitsfehlern günstiger an. Das tut der Discounter Aldi vom 16. bis zum 21. Dezember 2019 im großen Stil.

Wetteräpfel: Leckeres Obst mit optischen Mängeln

Bundesweit bietet der Händler während des Aktionszeitraums sogenannte Wetteräpfel in seinen Filialen an. Dabei handelt es sich vornehmlich um Äpfel die aufgrund von Hagelschäden oder zu starker Sonneneinstrahlung nicht mehr ganz so knackig aussehen, aber immer noch gut schmecken. Aldi empfiehlt dazu etwa, das mit kleinen Flecken oder Dellen versehene Obst in Kuchen oder Kompott zu verarbeiten. Natürlich sind die Äpfel aber auch ganz normal essbar. Mit der Aktion möchte Aldi eigenen Angaben zufolge nicht nur die Lebensmittelverschwendung eindämmen, sondern auch den Bauern helfen, die sonst kaum Gewinn mit dem Obst gemacht hätten.

Wetteräpfel: Aldi auf dem richtigen Weg

Ob die Aktion gut ankommt, ist aktuell noch nicht bekannt. Fest steht: Es ist nicht Aldis erster Versuch, optimisch weniger ansprechendes Obst und Gemüse zu verkaufen. Unter dem Label „Krumme Dinger“ bietet der Discounter schon seit geraumer Zeit immer wieder Produkte mit optmischem Makel zu vergünstigten Preisen an. Eine lobenswerte Haltung! Einzig auf die für die Wetteräpfel verwendete Plastiktüte hätte das Unternehmen für den vollen Nachhaltigkeits-Bonus vielleicht noch verzichten sollen.