Investitionen geplant

Aldi Nord in der Krise: Discounter macht in Deutschland Verluste

Millionen-Verluste bei Aldi Nord: In Deutschland geht es für den Discounter steil bergab. Jetzt folgt der Rettungsplan – doch was ist passiert?

Datum:
Aldi Nord

Aldi Nord hat erstmals Verluste in Deutschland geschrieben.

Sorge um Aldi Nord: Wie das Manager-Magazin berichtet, schrillen bei dem eigentlich erfolgreichen und dauerpräsenten Discounter die Alarmglocken. Nachdem der Gewinn im Vorjahr schon um etwa die Hälfte eingebrochen ist, schreibt Aldi Nord 2018 sogar rote Zahlen. Das zweistellige Millionendefizit ist ein Schock – und wird offenbar nur durch einige erfolgreiche Auslandsableger aufgefangen. Glücklich dürfte man über die gerade so erreichte schwarze Null unter der Jahresbilanz aber nicht sein. Zwar gab es ein minimales Umsatzwachstum von unter einem Prozent, die selbstgesteckten Ziele verfehlte Aldi Nord aber deutlich.

Aldi-Chef: Umbau und Investitionen notwendig

Torsten Hufnagel, der erst Ende September zum neuen Aldi-Chef befördert wurde, will gegen den Abwärtstrend mit Investitionen und einem grundlegenden Umbau der Unternehmenstruktur angehen. Dabei sollen auch die Standorte im europäischen Ausland gestärkt werden. Mit Investitionen kennt er sich aus: Hufnagel steckt auch hinter dem sogenannten Projekt Aniko – einer Fünf-Milliarden-Investition zur Modernisierung aller 2250 Filialen in Deutschland.

Aldi Nord: Wie geht es weiter?

Reichen die Investitionen, um das Unternehmen wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen? Offenbar nicht: Insiderinformationen die dem Manager-magazin vorliegen, gehen davon aus, dass weitere Kosten auf den Konzern zukommen. Demnach seien neue Geldspritzen für die Pläne des neuen Chefs Hufnagel bereits durch die Aldi-Erben Theo Albrecht und der Familie seines verstorbenen Bruders abgesegnet.
Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

Ob schneller Snack oder hohe Küchenkunst – auf eKitchen zeige ich alles zu Themen wie Food, Lifestyle und Tech in der Küche.