Große US-Kette

Pizza-Beben: Papa John’s drängt in den deutschen Pizza-Markt

Papa John’s ist eine der größten Pizza-Ketten der Welt. Jetzt nimmt die Kette Deutschland ins Visier. In dieser Stadt geht es los.

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Neue Konkurrenz für Domino’s & Co. – Papa Johns kommt nach Deutschland.

Ein Beben geht durch Pizza-Deutschland. Nachdem vor einigen Jahren Domino’s mit einer gigantischen Übernahme von Joey’s Aufsehen erregte, drängt nun ein weiterer Gigant aus Amerika in das hart umkämpfte Geschäft. Wie der Branchendienst Food Service berichtet, wollen die Franchisenehmer der Kette Papa John’s, PJ Western und PJ Germany, mit anfänglich 14 Filialen in Halle einen ersten Auftritt in Deutschland planen. Dafür halten die Standorte des Pizzerlieferdiensts Uno Pizza her, die durch PJ übernommen werden. Doch bei diesen ersten 14 Filialen bleibt es nicht: Papa John’s soll künftig zu einer großen Macht in Deutschland wachsen.

Papa John’s: 250 Filialen in den kommenden Jahren

In fünf bis sieben Jahren will das Unternehmen mit bis zu 250 Filialen zu einem Power-Player im Pizza-Bereich werden. Deutschland hat hier aber noch Aufholbedarf: Weltweit gibt es über 5.300 Papa-John’s-Filialen, 255 davon in Osteuropa. Außerdem gibt es Filialen in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Zypern, Irland und Spanien. In den Vereinigten Staaten ist es sogar der viertrgößte Pizza-Dienst. Allerdings ist Papa John’s nicht ganz frei von Kontroversen. So musste der Gründer 2018 nach einem Skandal zurücktreten.

Papa John’s: Gründer ist Trump-Supporter

Papa John’s gilt als durchaus konservative Kette. Immer wieder hatte sich Gründer John Schnatter als Unterstützer des oftmals populistisch auftretenden US-Präsidenten Donald Trump gezeigt. Damit gehen auch eine eher skeptische Sozialpolitik des Unternehmens einher, die nicht überall in der amerikanischen Gesellschaft gut ankommen. Der eigentliche Skandal war aber ein Telefonat: Nachdem ein Mitschnitt veröffentlicht wurde, indem Schnatter schwarze Personen mit einem starken Schimpfwort rassistisch beleidigte, musste das ehemalige Werbegesicht seinen Posten im Aufsichtsrat abgeben. Aktuell ist er aber noch im Besitz von rund 30 Prozent der Firmenaktien.
Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

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