Lieferdienste machen dicht

Foodora, Lieferheld & Co: Darum verschwinden beliebte Dienste

Sie bestellen Ihr Essen gern im Internet? Dann sollten Sie sich nun nach Alternativen umschauen. Viele Lieferdienste schließen schon sehr bald ihre Portale.

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Foodora

Diese überdimensionierten pinken Rucksäcke auf Rädern verschwinden schon bald aus dem Stadtbild.

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung kann mitunter sehr zeitintensiv sein. Besonders nach einem anstrengenden Arbeitstag hat nicht jeder immer noch Lust auf die teils anstrengende Prozedur des Kochens. Tiefkühlpizzen und andere Fertiggerichte sind da oft nur eine unbefriedigende Alternative. Dank Lieferdiensten wie Pizza.de, Foodora und Lieferheld ist aber eine frisch zubereitete Speise oft nur wenige Klicks und Minuten entfernt. Allerdings stehen genau diese Dienste jetzt vor dem Aus. Bei Lieferheld ist es bereits so weit: Die Marke mit den markanten Werbespots ist Geschichte. Allerdings sind die Lieferdienste nicht ersatzlos gestrichen. Der Grund ist eine Übernahme durch den Konkurrenten Takeaway.

Takeaway schafft deutsche Marken ab

Mehr als eine Milliarde Euro hat der niederländische Liefergigant Takeaway für das Deutschlandgeschäft vom Berliner Unternehmen Delivery Hero bezahlt. Takeaway ist vor allem für Lieferando bekannt – und in genau diese Marke gehen die Websites Lieferheld und Pizza.de jetzt auf. Schon seit Anfang April finden Nutzer entsprechende Hinweise. „Lieferheld ist jetzt Lieferando.de” heißt es auf der Website des Diensts. Auch Foodora soll folgen, die pinken Fahrradkuriere färbt das Unternehmen orange ein.

Pizza.de, Foodora und Lieferheld verschwinden – Jobs sicher?

Ein Sprecher kündigte an, dass alle Mitarbeiter – dazu gehören auch die Fahrer – vom neuen Eigentümer übernommen werden. Jobs stehen demzufolge vorerst nicht auf dem Spiel. NGIN-Food fand allerdings heraus, dass einige Teams nach Amsterdam umsatteln müssten.

Gutschein zur Entschädigung? Das ändert sich!

Um Kunden für die Umstellung zu begeistern, lockt Lieferando mit Gutscheinen. Kunden bekommen Codes für Snacks im Wert von 5 Euro per Mail – hier gilt dann nicht einmal ein Mindestbestellwert. Nutzer berichten außerdem davon, dass das Unternehmen in sozialen Netzwerken auf Anfrage Gutscheine ausstellt, ein Versuch ist es also in jedem Fall wert. Dennoch: Ganz reibungslos geht die Umstellung wohl nicht vonstatten. Viele klagen über Preiserhöhungen und nun fehlende Restaurants.
Erik J. Schulze

von Erik J. Schulze

Ob schneller Snack oder hohe Küchenkunst – auf eKitchen zeige ich alles zu Themen wie Food, Lifestyle und Tech in der Küche.