Fast Food Kette

Streit um Rabatte: Burger King bald ohne Gutscheine?

Alarm beim Fast Food-Riesen: Zwei Gastronomen gehen gerichtlich gegen Burger King vor. Gutscheine der Burgerkette sollen zu Verlusten führen. Das Aus für die Sonderaktionen?

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Ein Restaurant der Fast-Food-Kette Burger King

Muss das Schnellrestaurant künftig auf Rabatte verzichten?

Burger Kings Gutscheine und Rabattaktionen wie den „King des Monats“ kennt wohl jeder Fast-Food-Fan. Regelmäßig gibt es beim Burger-Brater Menüs und einzelne Speisen günstiger – das macht auch die Konkurrenz bei McDonald‘s und KFC so. Diese Sonderaktionen führten im Falle von Burger King allerdings zu einem kuriosen Streit vor Gericht: Auf der einen Seite steht Burger King, auf der anderen auch. Wie Bild berichtet, gingen zwei Betreiber von Burger-King-Filialen in Berlin gegen die Muttergesellschaft Burger King Europe vor.

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Burger King: Streit um Gutscheine

Der Grund: Statt die Kassen klingeln zu lassen, sorgen die Aktionen für Verluste. Laut Handelsblatt werden durch steigende Umsätze höhere Lizenzgebühren fällig, wegen der niedrigeren Preise sinke gleichzeitig aber der Gewinn. Daher klagten die beiden Restaurantbetreiber auf Schadensersatz und bekamen in der ersten Instanz vor dem Landesgericht München weitestgehend sogar Recht. Vor dem Oberlandesgericht München verfolgte nur noch ein Restaurantbetreiber die Klage weiter. Der hat nun aber wenig Aussicht auf Erfolg: Der Gastronom argumentierte, die vorgegebenen Sonderpreise verstießen gegen das Kartellrecht. Die Richter sahen das anders. Das Vorgehen von Burger King Europe ist laut Handelsblatt erst dann kartellamtswidrig, wenn der Mutterkonzern fixe Preise vorschreiben würde. Das sei aber nicht der Fall. Ein Urteil steht bislang allerdings noch aus.