Halb Fleisch, halb pflanzlich

Ein bisschen vegan: Hybrid-Burger soll Umstieg erleichtern

Sie möchten Ihren Fleischkonsum reduzieren, auf einen saftigen Burger wollen Sie aber nicht verzichten? Ein Hybrid-Burger aus Großbritannien vereint das Beste aus zwei Welten und hilft dabei, sich der pflanzlichen Ernährung anzunähern.

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BrewDog Hybrid-Burger

Der Hybrid-Burger von BrewDog besteht zur Hälfte aus Fleisch und zur anderen Hälfte aus einer veganen Beyond-Meat-Bulette.

Ein Leben ohne Fleisch erscheint vielen Menschen unvorstellbar. Das ist verständlich, schließlich wachsen die meisten mit einem fleischhaltigen Speiseplan auf und kennen keine andere Ernährungsform. Angesichts lauter werdender Empfehlungen, der Genuss von Fleisch müsse zugunsten von Klima, Umwelt, Tierwohl und Gesundheit reduziert werden, setzen sich jedoch selbst überzeugte Steak-Liebhaber immer häufiger mit der Frage auseinander, wie sie ihren Beitrag zu dieser Entwicklung leisten können. Für einen vollständigen Wechsel zu einer vegetarischen oder gar veganen Ernährung reicht die Motivaion bei vielen nicht, aber das grundlegende Interesse ist da. Genau hier setzt die schottische Brauerei BrewDog an – mit einem Hybrid-Burger!

Hybrid-Burger: Das Beste aus zwei Welten?

Das Unternehmen betreibt in Europa und den USA eine Kette von Pubs, in deren Filialen es jetzt einen Burger anbietet, der zu 50 Prozent aus Fleisch und zu 50 Prozent aus der veganen Beyond-Meat-Bulette besteht. Mit diesem Ansatz möchte das Unternehmen Fleischessern dabei helfen, den Einstieg in eine fleischreduzierte Ernährung zu finden. Vielen Menschen seien die ökologischen und gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Diät bekannt, erklärt das Unternehmen. Dennoch gelinge es den meisten Menschen nicht, den Verlockungen eines Fleisch-Burgers zu widerstehen. Mit dem neuen Hybrid-Burger sollen Kunden den Geschmack von echtem Rind genießen und gleichzeitig die Menge an konsumiertem Fleisch reduzieren können.

Hybrid-Burger: Wissenschaft nicht überzeugt

Das in dem Bratling enthaltene Fleisch stammt aus nachhaltiger Aufzucht und wird ohne Zugabe von Milch verarbeitet. Zudem serviert BrewDog den Burger mit veganem Käse, Zwiebeln und Kartoffelrösti. Für das Brötchen kommt ein grüner Teig mit beigemischtem Matcha-Tee zum Einsatz. Die Annäherung an einen veganen Burger ist also durchaus da. Dennoch zweifeln viele Internet-Nutzer die neue Strategie von BrewDog an. Die Reaktionen in sozialen Netzwerken fallen eher verständnislos aus. Der Einwand: Der Burger spreche weder Fleisch- noch Pflanzenesser wirklich an. Auch Ernährungsforscher betrachten den BrewDog-Burger einem Medienbericht zufolge kritisch. Anstelle einer Hybrid-Variante sei die Wahl zwischen einem ganz fleischlichen und einem komplett pflanzlichen Burger zielführender. Über die Frage, wie sich die geringfügige Reduktion des Fleischkonsums überhaupt auf die Gesundheit auswirkt, herrscht nach einer aktuellen Studie ohnehin Uneinigkeit.