Mehr Gemüse für alle

Forscher entdecken einfachen Trick für Fleischverzicht

Weniger Fleisch und mehr pflanzliche Kost? Das ist gar nicht schwer! Britische Forscher haben einen einfachen Kniff entdeckt, mit dem selbst überzeugte Fleischesser seltener zu Schnitzel & Co. greifen!

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An der University of Cambridge griffen mehr Fleischesser zu vegetarischen Speisen, sobald die Auswahl an entsprechenden Gerichten wuchs.

Übermässiger Fleischverzehr ist problematisch. Nicht nur für die eigene Gesundheit, vor allem für die Umwelt. Die Fleischproduktion belastet das Klima, zerstört zunehmend Lebensräume und verursacht unvorstellbares Tierleid. Das wissen die meisten Menschen, dennoch liegt der Fleischkonsum vor allem in westlichen Ländern wie Deutschland weiterhin weit über den wissenschaftlichen Empfehlungen. Wie also bringt man Menschen dazu, öfter auf das Steak zu verzichten? Dieser Frage haben sich britische Forscher der Cambridge Universität angenommen – und gelangten zu einer überraschend einfachen Antwort.


Weniger Fleisch: Studie bringt überraschendes Ergebnis

Es bedarf demnach weder der Missionierung durch überzeugte Veganer noch intensiverer Aufklärung. Tatsächlich reiche eine einfache Erweiterung des Angebots an vegetarischen Speisen, um Menschen zum Fleischverzicht zu bewegen. Das fanden die Forscher Im Zuge einer Studie heraus. Für diese nahmen sie 94.644 bestellte Gerichte an drei Uni-Mensas unter die Lupe. Dank digitaler Erfassung durch die jeweilige Universitätskarte konnten die Wissenschaftler genau auswerten, welche Speisen die Probanden zu sich nahmen. Dabei zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage für vegetarische Gerichte.

Weniger Fleisch: Vegetarisches Angebot ausbauen

Im ersten Testlauf boten die Mensas vier unterschiedliche Mahlzeiten an, nur eine davon vegetarisch. Im zweiten Durchgang erhöhten Sie das Angebot auf zwei vegetarische Varianten und die Forscher beobachteten einen explosionsartigen Anstieg beim Verzehr der pflanzlichen Gerichte um bis zu 80 Prozent. Der Absatz verkaufter Speisen blieb dabei konstant. Laut Studie griffen insbesondere überzeugte Fleischesser häufiger zu vegetarischen Gerichten, sobald diese in größerer Auswahl angeboten wurden. Ein breiteres Angebot an pflanzlichen Speisen sorgt demnach automatisch für geringeren Fleischkonsum. Die Wissenschaftler sehen in dieser Beobachtung einen wichtigen Schlüssel für die dringend notwendige Verlagerung der Essgewohnheiten.

Weniger Fleisch: Umstieg wichtig für die Umwelt

In einer offiziellen Pressemeldung geben sie zu bedenken, dass 14,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus der Tierhaltung- und verarbeitung resultieren. Entsprechend sei eine Reduzierung des Fleischkonsums im Kampf gegen den Klimawandel unerlässlich. Restaurants und Mensas sollten deshalb dringend ihr vegetarisches Angebot ausbauen. Dabei gehen viele britische Universitäten mit leuchtendem Beispiel voran. Die Uni Cambridge etwa bietet seit 2016 weder Rind- noch Lammfleisch an. Mit dieser Maßnahme habe man eigenen Angaben zufolge die CO2-Emissionen pro eingekauftem Kilogramm Lebensmittel um 33 Prozent reduzieren können.

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