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Desaster für McDonald’s: Jeder darf jetzt den „Big Mac” machen

Der Big Mac ist der vielleicht bekannteste Burger der Welt. Jetzt könnte McDonald’s die Markenrechte am Kult-Burger verlieren.

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Big Mac

Der Big Mac bei McDonald’s einer der meistgegessene Burger der Welt.

Schlechter hätte es für McDonald’s in Europa nicht laufen können. Das Europäische Markenschutzamt EUIPO sorgt mit einem sogenannten Löschungsbeschluss für Trubel. Es geht um eine der bekanntesten Marken der Welt – es geht um McDonald’s bekanntesten Burger, den Big Mac. Sollte die Entscheidung rechtskräftig werden, ist das eine mittelschwere Katastrophe für den amerikanischen Fastfood-Giganten. Doch wie kann es soweit kommen, dass McDonald’s (zumindest in der EU) die Rechte an ihrem vielleicht wertvollsten Besitz verliert?

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McDonald’s gegen Supermacs: Streit um Namen

Eine mit 100 Filialen im Vergleich zum Fastfoodkonzern doch ziemlich kleine Burgerkette aus Irland, Supermacs, sah sich jahrelang dem Druck von McDonald’s ausgesetzt: Zu ähnlich seien die Namen Supermac und Big Mac, hier bestehe Verwechselungsgefahr, so die Argumentation von McDonald’s. Mit dem Glauben, das Markenrecht auf der eigenen Seite zu wissen, wollte der Konzern mit dem goldenen M offenbar die Expansion der irischen Burgerbude, auch ins Ausland, unterbinden. Doch diesen Rechtsstreit dürfte McDonald’s nun bereuen. Die Richter bewerteten den Fall so, dass McDonald’s den Namen Big Mac nicht ausreichend ernsthaft und kontinuierlich genutzt hätte. Auch wenn die Anwälte des multinationalen Konzerns Werbematerialien als Beweise einreichten, ließ sich das Europäische Markenschutzamt nicht mehr umstimmen. Das heißt: Der Schutz der Marke „Big Mac” entfällt, theoretisch könnte dann jeder Hersteller einen eigenen Big Mac auf den Markt bringen. McDonald’s will das Urteil anfechten.