Haribo & Co.

Deutschland, das Land der günstigen Süßigkeiten?

Haribo, Nutella, Oreo – Nirgends sonst in Europa sind Süßigkeiten so günstig wie in Deutschland. Das könnte sich 2019 jedoch drastisch ändern.

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Süßwaren Deutschland

In Deutschland sind Süßwaren so günstig wie sonst nirgends.

Wer hätte das gedacht – das neueste Preisbarometer der Marktforscher von Nielsen zeigt, dass Süßigkeiten in Deutschland so günstig sind wie sonst nirgends. Im Auftrag des Süßwarenhandelsverbands Sweets Global Network (SG) stellten die Marktforscher einen Warenkorb mit 17 Markenprodukten zusammen und verglichen die Preise in allen europäischen Ländern. Im Warenkorb befanden sich Produkte von Haribo, Ritter Sport, Ferrero, Fisherman’s Friend, Mondelez und Mars. Überraschend: Am günstigsten waren die Produkte in Deutschland.

So günstig sind Süßigkeiten in Deutschland

An der deutschen Ladenkasse kosteten die 17 Produkte insgesamt 20,41 Euro, Stand Oktober 2018. Ähnlich niedrig mit dabei ist nur Rumänien mit 20,73 Euro, während in Polen und Großbritannien schon über 22 Euro fällig sind. Das Durchschnittsniveau der 20 untersuchten Länder liegt bei 27 Euro. Diesen Durchschnitt überschreiten Spanien, Belgien, Griechenland, Dänemark und die Schweiz. Trauriger Spitzenreiter ist Norwegen mit einem stattlichen Preis von 49,61 Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie in Deutschland.

Süßigkeiten werden 2019 teurer

Laut Aussage von Bastian Fassin, Präsidiumsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), steigen 2019 die Preise für Süßigkeiten. Der lange und heiße Sommer von 2018 führte in vielen Bereichen zu Ernteausfällen, wodurch einige Zutaten im Einkauf teurer geworden seien. Weizen kostet zurzeit über ein Viertel mehr, Vollmilchpulver und Butter sind um jeweils zehn Prozent teurer geworden und der Preis von Kartoffeln ist sogar um die Hälfte gestiegen. Logisch: Teurere Zutaten führen im Normalfall automatisch zu höheren Produktpreisen.

Import von Innovationen

Der Pro-Kopf-Konsum von Süßwaren ist 2018 zwar stabil geblieben, jedoch gab es zwischen den Kategorien Veränderungen. Der Absatz von Schokolade, Pralinen, Zuckerwaren und Gebäck ist zurückgegangen, aber dafür stiegen die Verkäufe von Speiseeis und Knabberkram wie Chips und Nüsse. Wichtiger Umsatztreiber waren hierbei Aktionen und Angebote. Zudem stammen immer mehr in Deutschland verkaufte Süßwaren aus dem Ausland. 2018 betrug der Import circa 1,54 Millionen Tonnen. Doch auch der Export von Süßwaren steigt. Circa 54 Prozent der Inlandsproduktion von 2,2 Millionne Tonnen hat es letztes Jahr vor allem ins europäische Ausland geschafft – aber auch nach Russland und Amerika.
Sabine Stanek

von

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