Wie frisch vom Bäcker?

Test: Brotbackautomat Klarstein Country Life

Brot gibt es beim Bäcker und im nächsten Supermarkt, oder aus der eigenen Küche! eKitchen hat den Brotbackautomaten Klarstein Country Life mit allen erforderlichen Zutaten bestückt und getestet.

Datum:
Klarstein_Brotbackautomat

Von schnell bis langsam: Der Brotbackautomat Country Life von Klarstein beherrscht verschiedene Programme.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Wer gerne genau wissen möchte, welche Zutaten sich im Brot befinden, muss selber Backen. Das macht mit einem Automaten wie dem hier getesteten Klarstein Country Life praktisch keine Arbeit, nach zehn Minuten Vorlauf erledigt er den Rest selbst. Das Handling ist einfach, die Anleitung verständlich, die Ergebnisse sehr gut. Wer Abstriche beim Design und der Haptik erträgt, wird mit diesem günstigen Brotback-Kasten viel Freude haben.

Pro

  • Bedienung
  • Brotgröße
  • Preis
  • Backergebnisse

Kontra

  • Beschriftung auf Englisch
  • Gerätegröße

Klarstein Brotbackautomat Country Life

Kaum etwas duftet so köstlich wie frisch gebackenes Brot. Viele Gerüche rufen Erinnerungen und Emotionen aus den verstecktesten Windungen des Gehirns hervor, der von frischem Brot ist bei fast jedem Menschen äußerst positiv besetzt. Die logische Konsequenz lautet: Den Duft hole ich mir nach Hause! Und ein köstliches Brot automatisch dazu. Der Brotbackautomat „Country Life“ von Klarstein (UVP 77,99 Euro) kommt mit dem Versprechen, genau das kneten und backen zu können. Und dafür sollen nur wenige Handgriffe erforderlich sein und ein Minimum an Arbeitszeit. Wir haben den Brotbackautomaten Klarstein Country Life getestet.

Details des Country Brotbackautomaten Life von Klarstein

Klarstein_Brotbackautomat Einzelteile

Einfaches Handling: Zu dem Brotbackautomaten Country Life von Klarstein gehört nur eine Handvoll Teile.

Zierlich ist der Brotbackautomat Klarstein Country Life nicht, etwas Platz im Küchenschrank und auf der Arbeitsplatte ist schon erforderlich: Mit den Abmessungen 37 x 32 x 23 Zentimeter ist der mit gebürstetem Edelstahl verkleidete Kasten etwa so groß wie zwei übereinander gestapelte Schuhkartons bei knapp über sechs Kilogramm Gewicht. Links im Gehäuse befindet sich der beleuchtbare Garraum mit der antihaftbeschichteten und sicher verriegelbaren Backform, in deren Boden der Knethaken steckt. Bis zu 1 Kilogramm darf der Laib schwer sein. Im Deckel sorgt ein großes Fenster für Überblick.
Klarstein_Brotbackautomat Details

Acht Tasten auf dem Bedienfeld, ein kleines beleuchtbares Display und die Hinweise auf zwölf verschiedene Programme geben keine Rätsel auf. Rechts der Verriegelungshinweis für die Backform.

Bedient wird das Gerät mit acht Tasten, die neben der Funktion Start/Stopp die Menüauswahl steuern, den Bräunungsgrad, die Teigmenge, Beleuchtung von Garraum und Display, den Timer, individuelle Programmierung und Pause. Dargestellt werden die Informationen auf einem 6 x 3 Zentimeter großen LC-Display. Dort werden die verschiedenen Arbeitsgänge Kneten, Gehen, Backen, angezeigt. Allerdings auf Englisch und ohne die bei anderen Elektrogeräten oft vorhandene Möglichkeit, die Menüsprache anzupassen.
Klarstein_Brotbackautomat Details

Der Garraum des Brotbackautomaten von Klarstein ist beleuchtbar, in der Backform steckt der Knethaken im Boden.

Programmvielfalt des Automaten

Klarstein_Brotbackautomat Programmdauer

Je nach Brot und Muße: Die Programmdauer reicht von sehr kurz bis sehr lang.

Zwölf Backprogramme bietet der Apparat an, herstellen lässt sich zum Beispiel ein Basisbrot, Baguette, Schnelles Brot, Sehr schnelles Brot, Süßes Brot, z.B. Pizzateig (ohne Backvorgang) und Kuchen sogar Marmelade oder Desserts. Die entsprechenden Grundrezepte finden sich im Manual. Wer experimentieren möchte, variiert die Angaben und kann nach Belieben süße oder pikante Zutaten addieren. Dabei muss man aber immer einen Blick auf die gesamte Teigmenge haben, sonst hebt sich der Deckel an und das Brot wird wahrscheinlich nicht gleichmäßig gegart. Die Parameter Kneten, Aufgehen und Backen lassen im Menüpunkt 12 „Home Made“ auch frei justieren.

Backversuch Rosinenbrot

Klarstein_Brotbackautomat Arbeitsschritte

Zuerst gibt man die flüssigen Zutaten in die Backform, dann die festen. Jetzt wird geknetet und gebacken.

Die Skalierung des beigelegten Messbechers ist zwar kaum ablesbar, trotzdem finden alle Zutaten in der Reihenfolge flüssig-fest ihren Weg in die Backform. Die Zeit bis zum Sonntagsfrühstück drängt etwas, ich entscheide mich für das Hefeweißbrot in Programm 9 (sehr schnelles Brot), hier mit einer Hand voll Sultaninen als Ergänzung. Jetzt noch die Brotgröße wählen (1 kg) und den Bräunungsgrad (medium) – Start! Sofort beginnt der kleine Rührarm im Boden der Backform seine Arbeit und vermengt sogar die Zutaten aus den relativ weit entlegenen Ecken zu einem gleichmäßigen Teig. Es folgen mehrere Geh- und Knetvorgänge bis der Ofen seine Temperatur auf Backniveau hochfährt und besagte Duftschwaden durch die Wohnung ziehen.
Nach 1:38 Stunden kündet ein gewöhnungsbedürftiger Piepton vom Ende des Backvorganges: 10 Minuten lasse ich das Brot in der Form ruhen, dann stürze ich es auf ein Rost. Der Knethaken ist komplett mit eingebacken und löst sich dabei von seiner Welle. Jetzt kommt der kleine Metallhaken zum Einsatz, mit dem das Knetärmchen heraus geprökelt wird. Das Brot sieht super aus und schmeckt auch so. Die Kruste ist kross und nicht zu dunkel, die Krume relativ feinporig und gleichmäßig. So kann das Sonntagsfrühstück beginnen.
Auch ein zweiter Versuch mit einem Roggenvollkornbrot und dem langen Backprogramm (Nummer 2, 3:40 Stunden) hat zu einem sehr guten Ergebnis geführt.

Klarstein Brotbackautomat Country Life

Gerald Sinschek

von Gerald Sinschek

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.