Gas oder Elektro

Backen mit Gas – besser als Elektro?

Backen im Gasbackofen? Viele Gastronomen und Starköche schwören auf einen Gasherd. Wie steht es aber um die Backkünste eines Gasbackofens?

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Backen mit Gas

Backen mit Gas oder backen im E-Herd – was ist besser?

In Sekundenschnelle erreicht ein Gas-Backofen seine volle Leistung. Und die Hitze lässt sich beim Backen mit Gas bei Bedarf sofort komplett herunterregulieren. Außerdem heizt ein Gasbackofen nicht besonders nach. Doch wer bäckt und brät eigentlich besser: Gasbackofen oder Elektrobackofen?

Gasbackofen oder Elektrobackofen – was ist besser?

Wenn Sie im Küchenstudio neue Backofenmodelle begutachten, fällt Ihnen schnell auf, dass selbst viele moderne Gasherde von den Herstellern mit Elektrobacköfen ausgestattet werden. Denn so beliebt der Gasherd auch ist, viele Spitzenköche greifen beim Backen lieber zum elektrischen Pendant.

Was sind die Vor- und Nachteile eines Gasbackofens?

Vorteile Gasbackofen:

  • Energiebilanz: Sowohl in puncto Energiepreis, als auch bei den Emissionswerten ist der Gasbackofen seinem elektrischen Widersacher bei weitem überlegen. Der Gasbackofen überzeugt bei etwa 6,5 Cent/kWh und 60 Prozent genutzter Primärenergie deutlich gegenüber der elektrischen Variante mit etwa 29 Cent/kWh bei nur 30 Prozent Energieausnutzung.
  • Wärmeentwicklung: Die benötigte Hitze zum Backen ist sofort verfügbar. Sie müssen den Ofen nicht vorheizen.
  • Luftfeuchtigkeit: Die Luft im Gasbackofen wird nicht so trocken. Backwaren wie Brot bleiben saftiger.

Nachteile Gasbackofen:

  • Hohe Anschlussgebühren: Sollten Sie noch keinen Gasanschluss im Haus haben, kommt es zu hohen Anschlussgebühren. Prinzipiell ist ein Betrieb mit Gasflaschen möglich. Das ist in Deutschland in geschlossenen Räumen – im Gegensatz zu anderen EU-Ländern – aber verboten. Sie können in diesem Fall die Flaschen höchstens im Garten platzieren und eine Leitung legen. Nicht gerade komfortabel.
  • Wenige Gerätefunktionen: Viele Gasbacköfen besitzen nur Unterhitze. Im Vergleich zu diversen Menüpunkten wie „Pizzafunktion“, „Dampfgaren“ oder „Heißluft“ des elektrischen Ofens, ist das dürftig. Selbst moderne Varianten mit Umluft können die fehlende Oberhitze nur bedingt ausgleichen. Viele Nutzer eines Gasbackofens klagen daher über unzureichende Bräunung ihrer Backwaren an der Oberfläche. Die Unterseite wird hingegen oft zu dunkel.
  • Temperaturregulierung: Es ist schwierig, die Temperatur im Ofen zu variieren, auf einen gewünschten Wert zu bringen oder konstant zu halten.
  • Mindesttemperatur: Sie sparen sich zwar das Vorheizen, Niedertemperaturgaren ist aber kaum möglich. Die Hitzebereitstellung ist so schnell, dass kein Hersteller Temperaturen von unter 100°C im Backofen erreicht. Bei vielen Herstellern liegt die geringste im Ofen anzusteuernde Temperatur zwischen 120°-150°C.
Tipp: Schieben Sie in die unterste Schiene des Gasbackofens ein leeres Backblech, wenn Sie Probleme mit zu starker Hitzeentwicklung und Verbrennungen Ihres Backwerks an der Unterseite haben. Auch das zusätzliche Isolieren mit einer Aluminiumfolie an der Unterseite des Backblechs kann hier Abhilfe schaffen.
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