Möglicher Käufer zeigt Interesse

Real vor dem Aus: Das passiert jetzt mit den Standorten

Das Ende einer Ära? Real-Märkte könnten bald aus den Städten verschwinden. Doch: Ein Interessent für zahlreiche Stunde ist bereits gefunden.

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Könnte bald verschwinden: Real-Märkte stehen vor dem Aus.

Die Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, die Schwarz-Gruppe, will Teile der zum Verkauf stehenden Real-Kette übernehmen. Das wurde nun offiziell durch Schwarz-Chef Claus Gehrig bestätigt. Der Grund für den Verkauf: Der bisher zur Metro-Gruppe gehörende Verbrauchermarkt passte nicht mehr in die Pläne des Mutterkonzerns, man wolle sich dort künftig auf den Großhandel konzentrieren. Sollte es einen Deal mit der Schwarz-Gruppe geben, wäre der Plan, Real mit allen Filialen in einem großen Paket zu verkaufen, hinfällig. Die Schwarz-Gruppe zeigt nämlich nur Interesse an etwa 100 Standorten. Deutschlandweit gibt es aber über 280 Märkte mit rund 34.000 Mitarbeitern. Auch rechtlich gäbe es Hürden für einen vollständigen Verkauf. Das bedeutet: Übernimmt die Schwarz-Gruppe (oder ein anderer Interessent) nur Teile, ist unklar, wie es mit der Real-Marke weitergeht.

Wird Real jetzt zu Kaufland?

Wenn die Schwarz-Gruppe zuschlägt, wirkt es unumgänglich, dass die gekauften Real-Standorte in Kaufland-Märkte umgestaltet werden. Was mit den anderen Real-Filialen passiert? Unklar. Nach Angaben des Handelsblatts seien ansonsten etwa sechs Interessenten an Real-Standorten interessiert. Darunter Finanzinvestoren, Immobilienunternehmen und andere Handelsketten. Zu Details äußerte sich die Metro-Gruppe aber noch nicht.
Erik J. Schulze

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