Die Heilkraft der Pizza

Italienischer Pizza-Forscher erhält kuriose Auszeichnung

Der italienische Wissenschaftler Silvao Gallus widmete sich in mehreren Studien der heilsamen Wirkung von Pizza – mit kuriosen Ergebnissen. Jetzt erhielt er für seine Arbeit eine ebenso kuriose Auszeichnung.

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Ist nicht nur lecker sondern laut italienischer Forschung auch gesund: die Pizza!

Ein Leben ohne Pizza? Für viele Menschen kaum vorstellbar. Insbesondere in Italien geht ohne dieses kulinarische Wunderwerk aus Teig, Tomaten und Käse gar nichts. Wenig überraschend also, dass man ausgerechnet dort gezielt nach Möglichkeiten sucht, den ungehemmten Genuss der leckeren Teigscheiben zu rechtfertigen. Der Wissenschaftler Silvao Gallus tat genau das und widmete sich gleich in drei unterschiedlichen Studien der Suche nach gesundheitlichen Vorteilen des Pizza-Verzehrs. Was zunächst nach einem schrägen Scherz klang, förderte durchaus interessante Erkenntnisse zutage – und wurde nun sogar mit einem Preis ausgezeichnet!

Pizza-Forschung: Verzehr vorbeugend gegen Darmkrebs

Weil Gallus unter anderem herausfand, dass das regelmäßige Verspeisen von Pizza Krebserkrankungen des Magen- und Darmtrakts sowie Herzinfarkten vorbeugen kann, verlieh man ihm einem Medienbericht zufolge jüngst den Ig-Nobelpreis. Klingt toll, ist aber weit weniger schmeichelhaft als man zunächst annhemen möchte. Bei der Auszeichnung handelt es sich nicht etwa um eine Unterkategorie des begehrten Nobelpreises – sondern um das komplette Gegenteil. Der Ig-Nobelpreis wird seit 1991 als satirisches Gegenstück zum Nobelpreis von der wissenschaftlichen Satire-Zeitschrift „Annals of Improbable Research“ verliehen und häufig auch als Anti-Nobelpreis bezeichnet.

Pizza-Forschung: Ergebnisse nur für italienische Pizza gültig

Der Award honoriert wissenschaftliche Leistungen, die Menschen zunächst erheitern und im Nachgang zum Nachdenken animieren. Genau das gelang Callus mit seinen Pizza-Studien und der Italiener nahm die Einladung zur Verleihung dankend an. Die fand an der renommierten Harvard-Universität statt, wo Gallus neben dem Preis selbst auch 10 Billionen nahezu wertlose Simbabwe-Dollar in Empfang nahm. In seiner Dankesrede wies er noch einmal explizit darauf hin, dass seine Erkenntnisse ausschließlich für original italienische Pizza gelten und nicht auf ausländische Interpretationen übertragbar seien. Traditionsgemäß wurde er während seiner Ansprache von einem jungen Mädchen unterbrochen, das die Bühne enterte und erklärte, dass sie von seinem Gerede gelangweilt sei. Gallus nahm es mit Humor.