Kühlschrank für Wärme?

H-Keepheat: Dieser Ofen hält Gerichte zwei Wochen lang warm

Hoover will mit dem H-Keepheat den Gegenentwurf zum Kühlschrank liefern: Statt kalt bleiben Gerichte hier zwei Wochen lang heiß. So klappt es.

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Keepheat

Wie ein Kühlschrank – nur zum Warmhalten. Der H-Keepheat ist der erste Ofen dieser Art.

Der Hoover H-Keepheat dürfte ein Traum für Meal-Prep-Fans sein: Die Neuheit soll Gerichte bis zu zwei Wochen lang auf Temperatur halten. Nachdem die Gerichte zubereitet wurden, bleibt das Gerät in einem speziellen Modus auf einem Wert zwischen zwischen 63 und 70 Grad – das hängt von den verarbeiteten Lebensmitteln ab. Das Versprechen des Unternehmens ist einfach: Speisen bleiben über einen längeren Zeitraum genau richtig heiß – ohne an Vitaminen oder anderen Nährstoffen sowie geschmacklichen Eigenschaften zu verlieren – und landen immer bei Bedarf wie frisch zubereitet auf dem Teller. Zubereiten, wenn die Zeit da ist und essen, wenn man hungrig ist. Aber wie kann das funktionieren? Hoover hat dafür mit Wissenschaftlern der Universität Parma an Lösungen gearbeitet.

H-Keepheat: So hält der Ofen Lebensmittel servierfertig

Im ersten Schritt funktioniert der H-Keepheat wie ein normaler Ofen: Gerichte lassen sich mit bis zu 220 Grad Celsius garen. Ergänzend ist dazu aber auch das Zubereiten von Speisen auf Niedrigtemperatur möglich. Mit der Exever-Technologie, so der von Hoover gewählte Name der Warmhaltefunktion, lassen sich die Speisen dann für bis zu zwei Wochen warmhalten. Der Hersteller verspricht, dass es dabei keinen Qualitätsverlust in den Nahrungsmitteln gibt – dazu müssen sie allerdings, so ein Sprecher auf eKitchen-Nachfrage, in geschlossenen Auflaufformen aufbewahrt oder vakuumiert sein, sonst drohen die Lebensmittel auszutrocknen. Ob diese Funktion auf bestimmte Zutaten limitiert ist, verrät Hoover nicht.

H-Keepheat: Stromverbrauch wie ein Kühlschrank

Zwei Wochen lang auf Temperatur? Das klingt nach einer unglaublichen Energieverschwendung. Hoover zeigt sich aber auch hier zuversichtlich: Der Strombedarf soll nicht höher liegen als bei einem handelsüblichen Kühlschrank. Übrigens: Parallel zum Warmhaltemodus lassen sich, separiert durch eine Trennplatte im Inneren des Garraums, weitere Speisen auf Temperaturen von bis zu 120 Grad zubereiten. Fast zu erwarten: Bei Bedarf lässt sich die gesamte Funktionalität auch per App kontrollieren.

Hoover H-Keepheat: Verfügbarkeit

eKitchen hat auf der LivingKitchen 2019 einen Prototypen des H-Keepheat näher betrachten können. Der Marktstart in Deutschland ist für Mitte 2019 angepeilt. Ein Preis ist aktuell noch nicht bekannt.
Erik J. Schulze

von

Fast Food und gesunde Ernährung sind nicht miteinander vereinbar? Mit etwas Kreativität und den richtigen Gadgets können auch Freunde der schnellen Küche mit einem guten Gefühl im Bauch zuschlagen.