Schön, praktisch, aber nicht ohne Schwächen!

So gut schlägt sich der Dyson Cyclone V10 im Test

Der Dyson Cyclone V10 ist der neuste Akkustaubsauger des Unternehmens. Kann er zum Preis von knapp 670 Euro überzeugen? eKitchen.de macht den Test.

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Dyson Cyclone V10

Der macht sich lang: Der Dyson Cyclone V10 ist dank unterschiedlicher Aufsätze vielfälig einsetzbar.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Allergiker, Design- und Technikliebhaber werden den Dyson Cyclone V10 mögen – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Er ist leicht zu bedienen, saugt effizient auf, behält den Staub dank des guten HEPA-Filters zuverlässig an Bord und lässt sich dank des vielen Zubehörs vielseitig einsetzen. Auch die Entleerung und Reinigung gestalten sich simpel Die Tester bemängeln die mäßige Akkulaufzeit auf höchster Stufe, die hohe Lautstärke im selben Modus sowie das fehlende mittellange Saugrohr.

Pro

  • Großer Lieferumfang mit viel Zubehör
  • Cleveres Zubehör-Stecksystem
  • Einfaches Handling
  • für Allergiker geeignet

Kontra

  • Kurze Laufzeit im stärksten Modus
  • Lange Ladezeit
  • Laut im stärksten Modus

Dyson Cyclone V10

Wer eine schicke Bude hat, hat auch einen Dyson – für viele gehört ein Staubsauger der Marke in einen gut geordneten Haushalt. Immer wieder zeigt das Unternehmen, wie ansprechend Staubsauger sein können. Denn kaum einer versteht es wie die Briten, ein eigentlich dröges Haushaltsgerät zu einem prestigeträchtigen Vorzeigeobjekt zu machen. Mit dem knapp 670 Euro teuren Dyson Cyclone V10 soll das nicht anders sein – lohnt sich der hohe Preis? Der Test zeigt, ob dem Sauger doch noch die Luft ausgeht.

Erster Eindruck zum Dyson Cyclone V10: Großer Lieferumfang, viele Aufsätze

Der Dyson kommt mit Unmengen Zubehör. Zum einen gibt es eine Wandhalterung. Hier lädt Akkusauger sichtbar auf, das optisch modern gehaltene Gerät bleibt nicht im Schrank versteckt. Im Karton sind außerdem zwei verschiedene motorbetriebene Düsen mit Elektrobürsten, eine kleine Bürstendüse, eine Fugendüse, eine Extra-Soft-Bürste und eine Kombi-Zubehör-Düse. Mit dem für Dyson typischen Stecksystem tauschen V10-Nutzer blitzschnell die Aufsätze aus. Schnell fällt aber auf: Die Aufsätze kommen entweder direkt an den Sauger oder an das lange Saugrohr. Beides ist nicht optimal, oft ist das Rohr zu lang, der Sauger aber zu dick, um ohne zurechtzukommen. Insbesondere in engen Räumen wie zwischen Autositzen und auf Schränken stört das. Eine kürzere Verlängerung zwischen Sauger und Aufsatz würde das Paket sinnvoll abrunden.
Dyson Cyclone V10 Bürste

Die Bodenbürsten des Dyson Cyclone V10 drehen mit hohem Tempo und ziehen auch Schmutz und Haare aus Polstern und Teppichen.

Dyson Cyclone V10 im Betrieb: Mehr Saugkraft und Akkulaufzeit

Der Dyson ist ein Plastik-Bolide. Wer erstmals einen Akkusauger verwendet, der könnte sich an der anfänglich ungewohnten Kopflastigkeit stören. Denn der Motor sitzt direkt am Griff. Wie zuvor setzt Dyson auch hier auf beutellose Saugtechnik, die Luft und Schmutz durch künstlich erzeugte (Mini)-Wirbelstürme – sogenannte Zyklone – ins Gerät befördert. Diese Stürmchen wirbeln mit bis zu 200 Stundenkilometern Dreck in den Behälter. Damit das möglich ist, hat Dyson den Motor um 90 Grad gedreht, um so einen direkten Luftstrom zu ermöglichen. Die Saugkraft soll sich dadurch um 20 Prozent erhöht haben. So viel zur schnöden Dyson-Theorie, in der Praxis zeigt der Cyclone V10, dass er in der Tat kraftvoll saugt. Der Hersteller empfiehlt die Eco-Einstellung, in der bis zu eine Stunde Akkulaufzeit möglich sein soll. Anders sieht's in der stärksten Stufe aus. Wer viele Polster und Teppiche zu saugen hat sollte sich ranhalten: Nach nur 10 Minuten ist der Akku leer. 3,5 Stunden dauert es, bis der Dyson wieder voll im Saft steht. Zu lang, wenn noch Arbeit ansteht. Immerhin dürfen Marathon-Putzteufel dann ihre Ohren erholen: Auf der höchsten Stufe brüllt der Dyson Polster und Böden gnadenlos an – für den Geschmack der Tester deutlich zu laut. Und: Es fehlt ein An-/Aus-Schalter, irgendwann ist die dauernde Drückerrei zu anstrengend.
Dyson Cyclone V10

Im Auto ist der Dyson Cyclone V10 ein guter Helfer. Enge Lücken wie der Bereich neben dem Sitz sind aber nicht seine Stärke.

Hygiene und Allergien: Der Dyson V10 ist ein Saubermann

Ist man mit dem Saugen fertig, lässt sich der Dyson im Handumdrehen entleeren. Einfach über den Mülleimer halten, Riegel betätigen und das Gehäuse mehrfach kräftig Richtung Mülleimer ziehen – fertig. Sofern der Akku mitgespielt hat, ist man erstaunt, was der Dyson alles aufgesogen hat. Das freut auch Allergiker: Dank des HEPA-Filters landen selbst feinste Partikel sicher im Behälter, statt in der Luft. In früheren Labor-Tests konnte beispielsweise der Saugroboter Dyson 360 Eye (hier bei COMPUTER BILD im Test) die HEPA-Qualität beweisen: Nach wenigen Minuten war die Luft sogar sauberer als vor dem Saugen.

Dyson Cyclone V10

Max Wiesmüller

von Max Wiesmüller

COMPUTER BILD-Redakteur. Verantwortlich für die Bereiche Connected Car und eHome.