Feine Zugabe

Warum Olivenöl ein Must-have in jeder Küche ist

Selbst im kleinen Supermarkt gibt's mittlerweile ein breites Regal mit Olivenöl. eKitchen hilft Ihnen, falls Sie vor lauter Oliven das richtige Öl nicht sehen.

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Olivenoel

Ohne Olivenöl geht in der modernen Küche gar nichts.

Olivenöl gehört zur Grundausstattung jeder modernen Küche. Zeiten, in denen ein einfaches Sonnenblumenöl ausgereicht hätte, sind längst vorbei.

Olivenöl, natives Olivenöl, extra. Was nun?

Für Olivenöl gilt: je niedriger der Säuregehalt, desto besser. Dieser Säuregehalt wird klar geregelt und ist im Namen des jeweiligen Öls ersichtlich. „Natives Olivenöl extra” ist das hochwertigste Olivenöl. Dieses Olivenöl mit einem einwandfreien Geschmack hat pro 100 Gramm Öl maximal 0,8 Gramm freie Fettsäuren. Trägt Olivenöl nicht den Zusatz „extra” (Englisch: virgin olive oil), dürfen bis zu 2 Gramm freie Fettsäuren auf 100 Gramm Öl enthalten sein. Wird das Olivenöl schlicht als Olivenöl bezeichnet, darf der Anteil der freien Fettsäuren maximal 1 Gramm betragen.
Olivenöl

Die Zahl der Olivenöle ist fast unüberschaubar.

Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus raffiniertem und unbehandeltem (nativen) Olivenöl, welches bis zu 210 Grad erhitzt werden kann (natives Olivenöl: 180 Grad).

So erkennen Sie schnell ein gutes Olivenöl

Über den Geschmack sagen diese Qualitätskriterien allerdings noch nichts aus. Da spielt etwa die Sorte des Olivenbaums eine größere Rolle. Oder wann die Oliven geerntet werden: Eine Olive geht von grün zu schwarz über. Der optimale Reifepunkt ist dann erreicht, wenn die Olive zwischen grün und violett ist.
Behandeln Sie Olivenöl ein wenig wie Wein: am besten erst mal probieren. Der Schnelltest: Gutes Öl hinterlässt im Mund keinen dickflüssigen, öligen Geschmack zurück und schmeckt weder bitter noch scharf. Nur ein kleines Kratzen im Rachen ist erlaubt. Grundsätzlich sollte gutes Olivenöl eine leicht grasige Note haben und frisch schmecken.
Olivenöl

Gutes Olivenöl schmeckt weder bitter noch scharf.

Der Zusatz „kalt gepresst“ ist übrigens kein Kriterium mehr für ein besonders gutes Olivenöl: Alle in Deutschland verkauften Olivenöle sind kalt gepresst. Die Olivenmasse darf während des Pressvorgangs nicht wärmer als 33 Grad werden, dann gilt es als kalt gepresst. Bei dieser Temperatur gehen keine der wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

Wie viel kostet gutes Olivenöl?

Wirklich gutes Olivenöl ist teuer. So ab etwa 7 Euro für eine Flasche müssen Sie mindestens investieren, wollen Sie gute Qualität in der Küche haben. Dazu sollten Sie wissen: Ein Olivenbaum trägt pro Jahr nur etwa 70 bis 90 Kilo Oliven. Aus dieser Menge erhält der Olivenbauer allerdings nur etwa 5 bis 10 Liter Olivenöl.
Kaufen Sie daher lieber weniger, dafür beste Qualität. Mildes Olivenöl lässt sich zum Braten verwenden, allerdings sollten Sie es nicht überthitzen, also den Rauchpunkt erreichen lassen. Temperaturen bis 180 Grad hält Olivenöl allerdings aus. Fruchtigeres Öl ist dagegen für Salate oder Saucen besser geeignet.

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Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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