Der Kohl mit dem Kreuz

Rosenkohl zubereiten richtig gemacht

Bei der Zubereitung von Rosenkohl kann viel schiefgehen. Häufig wird das Wintergemüse nicht richtig gegart und behält seinen bitteren Rohgeschmack. Lesen Sie hier, wie Sie Rosenkohl zubereiten können, damit er köstlich zart wird und seine Nährstoffe behält.

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Rosenkohl zubereiten

Rosenkohl ist richtig zubereitet ein Genuß.

Für viele Kinder ist der erste Kontakt zum Rosenkohl der Beginn einer lebenslangen Abneigung gegen das eigentlich so schmackhafte Gemüse, das ideal für eine gesunde Ernährung ist. Das können Sie vermeiden. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die einzelnen Knospen noch fest und knackig sind. Die äußeren Blätter dürfen nicht gelb sein. Gelbe Blätter und weiche Knospen weisen darauf hin, dass der Rosenkohl nicht mehr taufrisch ist.

Rosenkohl zubereiten ohne Aromaverlust: So geht es

Rosenkohl zuzubereiten kann etwas dauern, denn die Vorbereitung sind ein wenig aufwendiger als bei anderem Gemüse:
  • Zunächst die äußersten Blätter entfernen, die oft schmutzig, welk und dunkel verfärbt sind
  • Längere Strünke zurückschneiden
  • Nun die Knospen gründlich waschen
  • Wichtig: Als nächstes ein Kreuz in jeden einzelnen Strunk ritzen – nur so können die Knospen gleichmäßig garen
  • Gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und den Rosenkohl etwa sieben Minuten lang garen – bitte nicht länger, denn sonst gehen seine Nährstoffe verloren.
Ist der Rosenkohl Ihrem Nachwuchs noch immer zu bitter, können Sie das Kochwasser mit etwas Zucker anreichern.
Ganz wichtig ist die richtige Kochdauer: Kocht der Rosenkohl zu kurz, bleibt er bitter, kocht er zu lange, wird er matschig. Sie können ruhig einmal mit der Gabel eine Knospe herausfischen, um den Geschmack zu testen.

Rosenkohl zubereiten auf klassische Art

Meist wird Rosenkohl mit Muskatnuss gewürzt und mit Speck angereichert. Dazu würfeln Sie Räucherspeck (oder kaufen fertige Speckwürfelchen) und braten die Stücke in einem kleinen Topf knusprig an. Anschließend 2-3 Esslöffel Butter hinzugeben und den fertig gekochten Rosenkohl darin schwenken. Anschließend mit frisch geriebener Muskatnuss würzen und als klassische Gemüsebeilage servieren.

Weitere Rezeptideen mit Rosenkohl

Stehen Sie auf Abwechslung in der Küche? Sie können auf vielfältige Art Rosenkohl zubereiten, zum Beispiel mit gewürfelten Apfelstückchen oder mit Mandelsplittern. Das köstliche Gemüse muss außerdem nicht immer als Beilage dienen, sondern verdient es, selbst im Mittelpunkt zu stehen.
Für ein Rosenkohl-Risotto bereiten Sie zunächst ein klassisches Reis-Risotto mit Weißwein und Brühe zu. Anschließend mischen Sie gebratene Speckwürfelchen und halbierte Rosenkohlknospen darunter und schmecken das fertige Risotto mit Salz, Pfeffer und Petersilie ab.
Möchten Sie Rosenkohl komplett vegetarisch zubereiten? Dann ist eine Rosenkohlpfanne das Richtige für Sie: Zunächst kochen Sie Rosenkohl (wie oben beschrieben) und Kartoffeln. Ist beides fertig, braten Sie Pilze in einer Pfanne an und geben die kleingewürfelten Kartoffeln, halbierten Rosenkohlknospen und etwas Gemüsebrühe hinzu. Für zwei Portionen sind 500 Gramm Rosenkohl, 300 Gramm Kartoffeln und ein Viertelliter Gemüsebrühe erforderlich. Gewürzt wird die Rosenkohlpfanne mit Muskat, Pfeffer und Majoran. Um eine cremige Substanz zu erreichen, können Sie ein Töpfchen Creme Fraiche einrühren.

Wissenswertes zum Rosenkohl

Der Rosenkohl ist ein klassisches Wintergemüse, das in der kalten Jahreszeit Vitamine liefert. Es ist besonders reich an Vitamin C und K und liefert dem Körper wichtige Mineralstoffe wie Zink, Magnesium, Kalium und Calcium. Rosenkohl ist mittlerweile ganzjährig tiefgefroren erhältlich, doch am besten schmeckt natürlich der erntefrische Rosenkohl im Winter. Mit dem ersten Frost bildet sich zusätzlicher Zucker in den einzelnen Knospen, sodass er bekömmlicher und milder wird.
Der Rosenkohl (in Österreich auch Sprossenkohl genannt) wurde recht spät als nahrhafte Kohlsorte entdeckt, denn ursprünglich war das Gewächs viel zu bitter. Der erste Anbau von Rosenkohl wurde im Jahr 1587 in Belgien verzeichnet, wo das Gemüse "Choux de Bruxelles" genannt wurde. In Deutschland wurde er zunächst als "Brüsseler Kohl" bekannt, und im englischen Sprachraum ist bis heute die Bezeichnung "Brussels Sprouts" üblich. Die belgischen Züchter trieben dem Rosenkohl den größten Teil seiner Bitterkeit aus, wodurch Rosenkohl heute zu den schmackhaftesten Kohlsorten überhaupt gehört. Der in Deutschland angebotene Rosenkohl stammt weitgehend aus dem einheimischen Anbau sowie aus den Niederlanden.

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