Funktionsweisen und Unterschiede

Backofenthermometer: Der einfache Weg zum perfekten Braten

Längst arbeiten nicht mehr nur Profiköche mit einem Fleisch- bzw. Backofenthermometer. Nicht zuletzt, weil die Geräte immer komfortabler und preisgünstiger werden. Doch was leisten die Temperaturmesser überhaupt?

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Backofen von Neff

Moderne Backöfen wie hier aus der MegaCollection von Neff bringen ein Bratenthermometer gleich mit.

Ein Backofenthermometer ist auch als Fleisch- oder Bratenthermometer bekannt. Es misst die sogenannte Kerntemperatur der Speise im Backofen. Das ist vor allem bei großen Fleischstücken oder empfindlichen Gerichten sinnvoll. Das Backofenthermometer erspart einem das Anschneiden des Bratens, bei dem man prüft, wie weit das Fleisch gegart ist. So ein Testschnitt sieht nicht nur unschön aus, das Fleisch verliert zudem Saft. Egal, welches Gerät Sie verwenden: Wichtig ist immer, den Sensordorn nicht zu kurz oder zu tief in das Fleisch zu stecken (oder an einen Knochen zu setzen). Der Fühler befindet sich ganz am Ende des Sensorstabs und muss entsprechend im Zentrum positioniert werden, um sinnvoll zu funktionieren.
Backofenthermometer WMF

Ein manuelles Backofenthermoter: Das Ziffernblatt ist relativ groß, um durch die Backofentür und im schwach beleuchteten Backraum ablesbar zu sein.

Manuelle und digitale Temperaturmesser

Die einfachen Temperaturmesser für den Ofen sind bewährte Klassiker. Am Ende ihres Sensordorns sitzt eine analoge Anzeige, die den gemessenen Wert per Zeiger auf einer Skala visualisiert. Diese Geräte bleiben in der Regel während des gesamten Kochvorgangs im Gargut stecken und sind hitzefest. Sie sind bereits ab rund zehn Euro erhältlich. Digitale Geräte dürfen hingegen nicht in Gänze in den heißen Backofen. Grund: Das (Plastik-)Gehäuse mitsamt Elektrik und Display ist nicht hitzebeständig.
Backofenthermometer von Westmark

Oft sind kabelgebundene Backofenthermometer mit einem Magneten ausgestattet, mit dem das Gerät am Ofengehäuse haftet.

Bei digitalen Versionen unterscheidet man zwischen den starren Einstech-Varianten, die direkt nach dem Hineinstechen die Temperatur anzeigen, dann allerdings wieder herausgezogen werden müssen, und flexiblen Ausführungen, die dauerhaft im Fleisch bleiben und die Temperatur checken. Bei ihnen ist am Dorn ein dünnes, hitzeresistentes Kabel angeschlossen, das in der Dichtung der Backofentür eingeklemmt wird und zur Anzeige außerhalb des Garraums führt. Das Bedienteil ist oft mit einem Magneten ausgestattet, sodass es am Ofen Halt findet (Modelle ab zirka 15 Euro). Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Kabel nicht zu dick ausfällt, wie es bei manchen Thermometern für den Grill der Fall ist.

Nicht ganz drahtlos trotz Funkempfang

Eine weitere, die drahtlose Variante, hat einen entscheidenden Vorteil: Die Anzeige-Einheit lässt sich variabel positionieren. Dank der Funkreichweite (rund 50 bis 100 Meter) hat der Koch die Temperatur im Blick, selbst wenn er sich nicht in der Küche aufhält. Allerdings: Eine Kabeldurchführung ist auch hier nötig. Das Kabel führt vom Sensor im Fleisch zu einem Sendeteil nach draußen, das wiederum die Werte zu einem dritten Gerät (Empfänger mit Ablesedisplay) weiterfunkt. Alle digitalen Varianten (ab zirka 30 Euro) verfügen in der Regel über Alarmfunktionen, die auf eine minimale oder maximale Temperatur hinweisen.

Galerie: Die beliebtesten Bratenthermometer

Übertragung per Bluetooth

Bereits mehrere Hersteller bieten für ihre digitalen Geräte auch eine Bluetooth-Anbindung ans Smartphone. Dazugehörige Apps gibt es kostenlos. Das Handy ersetzt somit das Empfangsteil und bietet mehr Möglichkeiten: Auf dem Display lässt sich beispielsweise der Temperaturverlauf grafisch darstellen oder auch mit vergangenen Messungen vergleichen (ab zirka 30 Euro).

Im Ofen integriert

Einige Ofenhersteller wie Bosch und Neff haben eine Deluxe-Variante im Programm: Fleischthermometer gehören zur festen Ausstattung und kommunizieren mit der Elektronik des Ofens. Der Clou: Im Zusammenspiel mit dem Sensor reguliert sich die Heizleistung. Das Wild bleibt hier garantiert zart, der Preis ist allerdings hart: Backöfen mit integriertem Bratenthermometer gibt es erst ab rund 1.000 Euro.

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