Kistenschleppen adé

Trinkwassersprudler Sodastream Crystal im Test

Trinkwassersprudler erleichtern den Alltag und schonen die Geldbörse. Wie sich der elegante Crystal von Sodastream macht, hat ekitchen-Autor Gerald Sinschek ausprobiert.

Datum:
SodaStream

Sprudelwassser mit Limettengeschmack - sehr erfrischend. Das aufgeperlte Wasser des Sodastream Crystal lässt sich mit unzähligen Aromen pimpen.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Eine frisch befüllte Kartusche (Austausch im Supermarkt etwa 8 Euro) ersetzt viele Wasserkisten - Kraft- und Geldersparnis sind also definitiv gegeben. Das im Prinzip sehr schlichte System funktioniert ein unserem Test einwandfrei, laut Amazon-Rezensionen gibt es aber durchaus hin und wieder Probleme mit der Dichtigkeit. Wer gerne Sprudelwasser trinkt und in der Küche Platz für das Gerät findet, hat mit dem Sodastream Crystal einen eleganten Trinkwassersprudler gefunden.

Pro

  • Einfache Funktion
  • Gutes Design
  • Bewährte Technik

Kontra

  • Sehr großes Gehäuse
  • Recht geringes Karaffenvolumen
  • Anschaffungspreis recht hoch

Sodastream Crystal

Wer in Bodennähe wohnt und mit einem PKW schwere Wasserkisten vom Supermarkt direkt bis vor die Haustür fahren kann, hat sich wahrscheinlich noch nie ernsthafte Gedanken über einen mit einer CO2-Kartusche bestückten Trinkwassersprudler wie den Sodastream Crystal (UVP 129,90 Euro) gemacht. Bei Stadtbewohnern ab Etage zwei oder drei sieht das anders aus. Hier kann ein solches Gerät viel Kraft und Mühe ersparen!

Trinkwassersprudler Sodastream Crystal

Im Gegensatz zu anderen Versionen des Herstellers kommt der Crystal mit einer 0,6 Liter fassenden Glaskaraffe ins Haus. Das sieht auf dem Tisch nicht nur besser aus als die weit verbreiteten Kunststoffbehälter, es beruhigt auch all diejenigen, die Kunststoffflaschen ob potenzieller Ausdünstungen mit mehr oder minder großem Misstrauen begegnen. Mit einer Glaskaraffe punkten sie also in doppelter Hinsicht.
44 Zentimeter ist das Gehäuse in geschlossenem Zustand hoch, knapp 55 Zentimeter Kopffreiheit sind erforderlich, wenn die Karaffe eingestellt oder entnommen werden soll. Unterhalb der klassischen Küchenhängeschränke geht das also nicht, das leichte Gehäuse ist aber schnell vorgezogen. Mit einer Tiefe von 26 Zentimetern und knapp 16 cm Breite braucht das Teil seinen Platz in der Küche. Zum Glück sieht diese Version, bei der Karaffe und Zylinder vollkommen im Gehäuse verschwinden, ganz schick aus.

Galerie: Kistenschleppen adé: Sodastream Crystal im Test

60 Liter Sprudel aus einer Kartusche

Die CO2-Kartusche kann laut Aufdruck bis zu 60 Liter Sprudelwasser erzeugen. Schnell ist die hintere Verkleidung des Gehäuses entfernt und das Gewinde zum Einschrauben des CO2-Spenders sichtbar. Handfest und ohne Werkzeug eingedreht steckt die Metallpatrone sicher in ihrem Kunststoffgewinde, viel Kraft ist dafür nicht erforderlich und Gewalt könnte die Aufnahme zerstören. Merke: Nach fest kommt locker! Jetzt die Verkleidung nur noch am Gehäuseboden wieder einstecken, oben andrücken – fertig: Der Sodastream Crystal ist einsatzbereit. Zum Entriegeln der Flaschenaufnahme kann der Kopf etwas nach unten gedrückt werden, dann lässt sich der Kunststoffhebel leichter gegen den Uhrzeigensinn drehen. Die obere Hälfte gleitet von selbst geschmeidig in die Höhe, während die Flaschenaufnahme sich gleichzeitig dem Nutzer ein kleines Stück entgegen neigt. So lässt sich die Flasche komfortabel einstellen (und später weder entnehmen).

Einfache Bedienung

Also: Glaskaraffe einstellen, Flaschenhalter in die Senkrechte bringen (und dort halten), Gerätekopf wieder herunterdrücken und verriegeln. Das klappt recht gut. Der CO2-Rüssel ragt jetzt tief in die Karaffe, die nach oben hin gut abgedichtet ist. Bei drei wenige Sekunden kurzen Drückern auf den großflächigen Druckknopf ertönt ein gewöhnungsbedürftiges Pfeifen und Dröhnen, dann ist das Wasser mit Kohlensäure versetzt. Sehr viel längere und häufigere Drücker bringen nicht mehr Sprudel ins Wasser. Andere Faktoren wie Druck und Temperatur beeinflussen den CO2-Gehalt sehr wohl: In 25°C zimmerwarmem Leitungswasser kann sich nur etwa halb so viel CO2 lösen, wie bei frösteligen 5°C aus dem kalt justierten Kühlschrank. Da lässt sich die Physik auch nicht mit extra langem Drücken überlisten – ist das Wasser zu warm, sprudelt es nicht ausreichend. Für maximalen Druck sind einwandfreie Dichtungen erforderlich. Wer also nur leicht gesprudeltes Wasser mag, versucht ein bis zwei Drücker, wer es lieber kräftig blubbernd trinkt, drückt drei bis viermal. Ausprobieren heißt die Devise.
Der Drehverschluss der Karaffe ist aus Kunststoff gefertigt und hält den Sprudel gut zurück. Ewig bleibt das CO2 jedoch nicht im Wasser gebunden, 0,6 Liter Volumen sind aber schnell getrunken.

Galerie: Deutschlands beliebteste Wassersprudler

Sodastream Crystal

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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