Frühjahrsgrüße mit Feuer

Das Osterfeuer und seine Geschichte

Das Osterfeuer ist ein in ganz Deutschland verbreiteter Brauch, der sich aus langer christlicher Tradition entwickelt hat. Vom großen Osterfeuer in Berlin, zu dem Tausende Besucher in den Britzer Garten in Neukölln strömen, bis zur kleinsten Gemeinde lodern zum Osterfest wieder zahllose offene Feuer im ganzen Land.

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Osterfeuer

Osterfeuer – magischer Brauch, der das Frühjahr willkommen heißt.

Das Osterfeuer in seiner heutigen christlichen Form entstand im Mittelalter im Fränkischen Reich aus uralten heidnischen Bräuchen. Das Feuer symbolisierte seit jeher den Beginn des Frühlings und den Sieg der Sonne über den Winter (der als Strohpuppe im Feuer verbrannt wurde). Vor allem im Alten Ägypten spielte das Frühlingsfeuer eine wichtige symbolische Rolle. Hier wurden brennende Feuerräder die Hügel hinab über die Felder gerollt, um damit die Fruchtbarkeit der Äcker im folgenden Frühjahr und Sommer zu sichern.
Die Kelten kannten das Beltane-Fest, mit dem am 1. Mai der Sommer und das neue keltische Jahr begrüßt wurden. An Beltane wurden große Feuer entzündet und die Menschen trafen sich zum gemeinsamen Feiern. Nicht nur das christliche Osterfeuer hat möglicherweise seinen Ursprung in diesen keltischen Riten, sondern auch die heutigen „Tanz in den Mai“-Feste und der Maibaum.

Die Bedeutung des christlichen Osterfeuers

Im deutschsprachigen Raum ist das Osterfeuer seit dem 11. Jahrhundert bekannt. In der Liturgie beginnt die Osternacht am Abend des Ostersamstags: Dann werden große Osterfeuer auf einem freien Platz in der Gemeinde entzündet – heute findet der Brauch meist unter Aufsicht der örtlichen freiwilligen Feuerwehr statt. Der Priester oder Pfarrer entzündet am Osterfeuer die Osterkerze, die anschließend als „Lumen Christi“ (das Licht Christi) in die örtliche dunkle Kirche getragen und geweiht wird.
Das Osterfeuer symbolisiert dabei nicht nur Jesus als „Licht der Welt“ und den Sieg des Lebens über den Tod durch die Auferstehung. In manchen Interpretationen steht die brennende Osterkerze auch für die Feuersäule, der das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten durch die Wüste folgte (2. Buch Mose, 13:21).

Wann findet das Osterfeuer statt?

Traditionell findet das Osterfeuer am Karsamstag in den Abendstunden statt. In manchen Gemeinden wird das Osterfeuer jedoch erst am Abend des Ostersonntags oder sogar am Ostermontag angezündet. Im Zweifelsfall fragen Sie bei Ihrer Kirchengemeinde nach. In vielen Orten hat sich das Osterfeuer auch zum größeren Event mit Gastronomie und Musik entwickelt.

Osterfeuer in Berlin und Hamburg

Möchten Sie in den deutschen Metropolen ein Osterfeuer erleben, sind Berlin und Hamburg die idealen Orte dafür. Die größten Osterfeuer in Berlin finden im Britzer Garten in Neukölln und in Spandau statt. Im Britzer Garten wird das Osterfeuer um 18 Uhr angezündet. Dazu gibt es Livemusik und Getränke. Gemütlich geht es beim Osterfeuer am Strandbad Weißensee zu, das erst am Ostersonntag und am Ostermontag jeweils um 18 Uhr am Strand angezündet wird. Das Café des Strandbades versorgt die Besucher mit Kaffee, Kaltgetränken und Snacks.
Die Osterfeuer in Hamburg werden meist entlang der Elbe veranstaltet. Möchten Sie alle Osterfeuer erleben, können Sie an den St. Pauli Landungsbrücken für eine spezielle Osterfeuerfahrt an Bord einer Barkasse gehen. Ein weiteres großes Osterfeuer in Hamburg findet im Stadtviertel Alsterdorf ab 17 Uhr neben der Barakiel-Halle statt. Hier gibt es auch Getränke und Bratwurst vom Grill.
Hier finden Sie Ihr Osterfeuer:
Hamburg Tourismus
Berlin.de

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