Gesundheitskiller Salz und Natrium

7 Tricks für eine salzarme Ernährung

Die Deutschen lieben Salz – und essen viel zu viel davon. Eine salzarme Ernährung verhindert Bluthochdruck und folgenschwere Krankheiten. Mit unseren Tipps fällt es Ihnen leichter, auf die tückischen, weißen Kristalle zu verzichten.

Datum:
Zu viel Salz in den Speisen

Zu viel Salz gegessen? 5 g am Tag sind die Obergrenze der WHO.

5 g Salz, also weniger als ein Teelöffel am Tag sind erlaubt – mehr nicht. Das ist die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Doch ob Meersalz oder Speisesalz – die Deutschen nehmen im Schnitt die doppelte Menge zu sich. Und das oft vollkommen unbewusst: Auch wer kaum mit dem Salzstreuer nachwürzt, nimmt über diverse Lebensmittel große Mengen des ehemals „weißen Goldes” auf. Wer allerdings mehr als die besagten 5 g konsumiert, leidet nach Angaben der WHO häufiger unter Bluthochdruck. Zwar sind Natrium und Salz im Körper für wichtige Stoffwechselvorgänge essenziell – mit einer zu hohen Tagesdosis steigt so aber auch das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und Kreislaufversagen. Es ist aber möglich, den Salzkonsum nachhaltig zu senken – dafür sollten Sie die Tricks unserer Bildergalerie berücksichtigen!

Galerie: So funktioniert eine salzarme Ernährung

Salzarme Ernährung: Brot, Wurst und Fastfood sind tabu

Die größten Mengen Salz, laut Verbraucherzentralen etwa 80 %, nehmen wir über verarbeitete Lebensmittel auf. Besonders fies: Brot und Brötchen, also Produkte die erstmal nicht besonders salzig schmecken, machen im Schnitt fast ein Drittel des täglichen Konsums aus. Auf 100 g gerechnet, hat Roggenbrot kaum einen niedrigeren Salzgehalt, als klassische Kartoffelchips. Fertigprodukte sorgen für die endgültige Salzüberdosis: Eine durchschnittliche Salami-Tiefkühlpizza deckt bereits die empfohlene Tagesration. Wieviel Salz pro Tag über diese Lebensmittel in unsere Körper gelanget ist erschreckend.

Verstecktes Salz in Lebensmitteln

Produkt

 

Salzgehalt pro 100 g

Lachsschinken

6,1 g

Salami

5,4 g

Putenbrust

3,1 g

Gorgonzola

3,6 g

Gouda

2,8 g

Kartoffelchips

1,6 g

Butterkekse

1,5 g

Frischkäse

1,4 g

Roggenvollkornbrot

1,2 g

Süchtig nach dem Geschmack

Die Entwöhnung ist kein Zuckerschlecken. Über Jahre haben wir uns an den salzigen Kick in unseren Speisen gewöhnt. Und das Gewürz kommt in seinen verschiedenen Formen immer häufiger auf den Teller. Nicht selten schwingen Menschen den Streuer, bevor sie das Gericht überhaupt probiert haben. Wer auf große Mengen verzichtet, macht erst einmal einen regelrechten Entzug durch.
Erik J. Schulze

„Gerichte mit wenig Salz schmecken erst einmal richtig langweilig. Am besten entwöhnt man sich deshalb Schritt für Schritt über einen Zeitraum von zwei Wochen. Dann lernt man das Schmecken komplett neu.“

Erik J. Schulze,

Salz: Ungesund und trotzdem lebensnotwendig

Wie fast immer gilt: Die Dosis macht das Gift. Auch eine eine weitestgehend salzfreie Diät birgt große Risiken. Einige Studien sprechen von einem erhöhten Schlaganfallrisiko, ausgelöst durch blutdrucksteigernde Hormone. Wer also Salz reduziert, sollte im Zweifel auch den Gang zum Arzt nicht scheuen, um den Natriumwert im Blut zu prüfen. Natrium reguliert im Wesentlichen den Wasserhaushalt des Körpers und gerade ältere Menschen müssen auf ihren Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt Acht geben. Auch Sportler schwitzen viele Mineralstoffe wieder aus. Seien Sie also nicht zu streng zu Ihrem Körper. Wer bewusster lebt, um das versteckte Salz in Lebensmitteln weiß und genügend trinkt, darf auch mal zu einer Portion Pommes greifen. Im Idealfall selbstgemacht.
Erik J. Schulze

von

Fast Food und gesunde Ernährung sind nicht miteinander vereinbar? Mit etwas Kreativität und den richtigen Gadgets können auch Freunde der schnellen Küche mit einem guten Gefühl im Bauch zuschlagen.