Was passt wozu?

Kleiner Gewürzratgeber: Damit es besser schmeckt

Ob fertig aus dem Supermarkt oder selbst angebaut: Erst durch Gewürze wird die heimische Küche so richtig geschmackvoll. Doch welche Kräuter eignen sich für welche Gerichte? Wir versuchen, ein wenig Licht in das Dunkel zu bringen.

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Gewuerze

Die Vielfalt der weltweiten Gewürze ist enorm.

Gerade bei Gewürzen unterscheiden sich die Geschmäcker enorm. Doch zumindest Köche und Experten sind sich darin einig, dass nicht jedes Gewürz zu jeder Speise passt. Gleichzeitig lässt sich mit kaum einem Nahrungsmittel so vielfältig experimentieren, wie mit Kräutern und Co. Mit exotischen Gewürzen wie etwa Curry gibt man Speisen eine ganz besondere Note. Gewürze aus aller Welt sind die Basis für eine kreative Küche. Doch was muss man bei der Beschaffung, Lagerung und der Zubereitung beachten? Und sind Kräuter aus eigener Herstellung wirklich gesünder als die aus dem Einzelhandel?

Worauf man beim Kauf achten sollte

Wie bei nahezu allen Lebensmitteln ist auch bei der Beschaffung von Gewürzen die Qualität das A und O. Ob im Feinkostladen, im gut sortierten Supermarkt oder direkt beim Händler: Um die Frische der Kräuter und Gewürze zu gewährleisten, sollte man sie nie in zu großen Mengen kaufen. Bei zu langer offener Lagerung gehen mit der Zeit Aromastoffe verloren – gerade bei Gewürzen ein absolutes No-Go. Auch bei Billigprodukten ist Vorsicht geboten. Nur selten haben diese dieselbe Würzkraft wie die Aromen vom Fachhändler. Geheimtipps sind Asia-Shops, indische Supermärkte und andere internationale Läden. Hier findet man gerade exotische Produkte häufig um ein Vielfaches günstiger, als in normalen Supermärkten.
Ratatouille

Einem schmackhaften Ratatouille lässt sich mit afrikanischen Gewürzen eine exotische Note verleihen.

Gewürze richtig lagern

Die häufigste Angebotsform von Gewürzen ist das Pulver. In Pulverform halten sich die meisten Gewürze bis zu sechs Monate. Greift man auf unverarbeitete Würzmittel zurück, halten diese sich meist bis zu einem Jahr, solange sie kühl und trocken gelagert werden. Für die Aufbewahrung eignen sich geschlossene Behältnisse, idealerweise aus Edelstahl. Entscheidet man sich für Gewürzgläser, sollte man einen dunklen Aufbewahrungsort wählen. Gewürze sollten nicht dauerhaft Licht ausgesetzt werden. Entscheidet man sich für ein separates Gewürzregal in der eigenen Küche, empfiehlt sich ein Schrank fernab des Herdes und der Spülmaschine. So verhindert man, dass Küchendämpfe den empfindlichen Gewürzen schaden. Für frische Gewürze eignet sich die Aufbewahrung in einem Gefrierbeutel im Kühlschrank. Bei der Frage, ob man sich für ein Pulver oder das unverarbeitete Produkt entscheiden soll, entscheidet der Geschmack. Die eigene Herstellung von Gewürzpulver ist aufwändig. Doch zermahlt man die Gewürze selbst, ist der Würzeffekt um ein Vielfaches intensiver als beim fertigen Pulver. Auch die Gestaltung eigener Gewürzkombinationen ist möglich. Bei Experimenten vorsichtig sein: Nicht jedes Gewürz passt zu allem.

Welches Gewürz passt zu welchem Gericht?

Auch wenn man es gern vergisst: Schon bei Salz und Pfeffer handelt es sich um Gewürze. Pfeffer ist das Lieblingsgewürz der Deutschen und das Gewürz ist vielseitig. Ob schwarz, weiß oder rot: In nahezu jedem Land weiß man die Würzkraft des Pfeffers zu schätzen. Weißer Pfeffer ist übrigens milder als schwarzer und eignet sich besonders für helle Soßen, Fisch oder hellem Fleisch. Bei schwarzem Pfeffer darf es dagegen schon ein wenig derber sein; dunkle Soßen, deftiges Fleisch wie Rind oder Wild bekommen durch schwarzen Pfeffer ihre ganz eigene Note. Wenn es noch eine Spur schärfer werden soll, greift man am besten auf Chili oder Cayennepfeffer zurück. Als weitere beliebte Gewürze eignen sich für Fleischspeisen Paprika, Rosmarin, Kümmel, Piment, Nelken, Lorbeer und Muskat. Bei jedem Gewürz gilt: Während der Zubereitung abschmecken und die richtige Menge selbst herausfinden. Kochbücher und Rezepte geben Anhaltspunkte, wie viel für welches Gericht geeignet ist, doch nicht immer stimmen die Angaben mit dem individuellen Geschmack des Konsumenten überein. Für Fisch empfiehlt sich indes neben weißem Pfeffer vor allem Senf, Ingwer, Curry und Estragon. Im Sommer bieten gerate Salate die Möglichkeit, selbst angebaute Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie zu verwenden, um dem Gemüse die richtige Würzung zu verleihen.

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