Unerwartete Ergebnisse

Neue Studie: So viel Salz dürfen Sie pro Tag zu sich nehmen!

Lange wurde Salz als weißes Gift verteufelt. Wissenschaftler sind jetzt der Meinung: Es kann bestimmten Krankheiten sogar entgegenwirken.

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Salz

Sorgt für intensiven Geschmack: Salz ist aus den meisten Küchen nicht wegzudenken.

Ist Salz vielleicht gar nicht so gefährlich für unsere Gesundheit, wie bisher oftmals vermutet? Zu diesem Schluss kamen kanadische Wissenschaftler in einer großen Vergleichsstudie mit über 96.000 Probanden aus über 18 Ländern in der ganzen Welt (von China über Schweden bis nach Kanada). In der Studie kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die bisherige Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich zu tief angesetzt sein könnte. Statt täglich maximal 5 Gramm Salz (also Natriumchlorid) sei demnach sogar ein Konsum von bis zu 10 Gramm pro Tag unbedenklich – ist also eine salzarme Ernährung gar nicht notwendig? Zwar berge ein zu hoher Salzkonsum noch immer ein gewisses Risko, viele bestehende Bedenken seien aber maximal in Teilen begründet.

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Salz zeigt erstaunliche Wirkung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht etwas weiter als die WHO, mit einer Empfehlung von maximal sechs Gramm Salz am Tag bleibt man aber auch hier hinter den aktuellen Werten der Studie zurück. Das liegt vor allem an den langjährigen Einschätzungen der Wissenschaft, dass ein hoher Salzkonsum dank der blutdrucksteigernden Wirkung langfristig zu einer erhöhten Herzinfarktanfälligkeit führt. Und genau hier liege der Fehler: In der auf acht Jahre angelegten Studie wurde analysiert, wie die tatsächlichen Auswirkungen aussehen könnten.
  • Salzkonsum und Herzinfarkte: Die Studie zeigt überraschende Ergebnisse. Offenbar sinkt das Herzinfarktrisiko sogar mit steigender Salzzufuhr.
  • Salz und Schlaganfälle: In Regionen mit sehr hohem Salzkonsum (wie China: über 12 Gramm am Tag) konnte ein tatsächlich erhöhter Blutdruck und ein gesteigertes Schlaganfallrisiko festgestellt werden.
  • Zu wenig Salz: Ein Salzmangel ließ das Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko ebenfalls etwas steigen.
Neben den Ergebnissen zum Salz machten die Wissenschaftler auch eine interessante Entdeckung zum Thema Kalium. Der Stoff, der beispielsweise in Bananen oder Nüssen in größeren Mengen vorkommt, senkt bei einer hohe Dosis offenbar ebenfalls das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und die allgemeine Sterblichkeit.

Schlussfolgerung: Schwingen Sie den Salzstreuer wieder lockerer

Auch wenn eine extrem erhöhte Salzzufuhr tatsächlich zu gewissen gesundheitlichen Risiken führen kann, wirken die bisherigen Empfehlungen zur täglichen Obergrenze veraltet. Seien Sie also etwas entspannter mit dem Salzstreuer – es schmeckt ja auch einfach so gut. Wenn Sie dennoch ihren Konsum etwas reduzieren wollen, dürften Sie die Tipps unserer Bildergalerie interessieren.

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