Pfanne zeigt die Temperatur

Fissler SensoRed im Test: Pfanne mit Wärmeindikator

Ist das Fett in der Pfanne schon heiß genug? Oder muss ich bis zur perfekten Temperatur noch etwas warten? Die Bratpfanne von Fissler soll mit thermosensitiver Oberfläche eine Antwort auf diese Frage gegeben. Wir haben die Fissler SensoRed getestet.

Datum:
Bratpfanne Fissler SensoRed

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich: Der thermosensitive Boden in der Pfanne zeigt durch Farbänderung das Erreichen der gewählten Temperatur an!

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der thermosensitive Boden der Bratpfanne SensoRed von Fissler ist eine gute Hilfe, um weniger geübten Hobbyköchen den perfekten Brat- und Garbeginn anzuzeigen. Und damit steigt die Chance, ein ansprechendes und schmackhaftes Ergebnis zu erzielen. Während der Erwärmungsphase sollte aber noch kein oder zumindest nicht zu viel Fett in der Pfanne sein, damit die Beobachtung nicht getrübt wird. Nach ein paar Versuchen erkennt man die verschiedenen Stadien aber sehr gut. Am ergonomischen Griff lässt sich die Pfanne gut handhaben, die Antihaft-Beschichtung funktioniert im Neuzustand während dieses Tests perfekt.

Pro

  • Thermosensitives Material zeigt verlässlich an
  • Gute Bratergebnisse

Kontra

Fissler SensoRed

Wann hat die Pfanne die richtige Temperatur für perfekte Bratergebnisse erreicht? Klar – man kann mit einem Holzstäbchen minutenlang neben der Pfanne stehen, das Teil immer wieder in das Öl tauchen und gucken, ob aufsteigende Bläschen ordentliche Hitze signalisieren. Müßig, und bei geringer Fett- oder Ölmenge ist dieser Trick auch nur bedingt geeignet. Kochgeschirrhersteller Fissler hat für dieses Problem mit der SensoRed (28 cm, 89,99 Euro UVP) eine Lösung: Der Boden der Pfanne ist nicht nur antihaftbeschichtet, er ist zudem mit einem thermosensitiven Material ausgestattet, das sich bei Erreichen einer bestimmten Temperatur verfärbt.

Und so funktioniert die Fissler SensoRed

In kaltem Zustand zeigt sich eine rote Grundfarbe mit fast schwarzen Einsprengseln im Pfannenboden, bei Erreichen der vorgewählten Temperatur hingegen wird die Fläche einheitlich etwas dunkler rot und signalisiert: Jetzt kann es losgehen! Denn je nach Bratgut sollte Fett oder Öl in der Pfanne mindestens gut heiß oder sogar kurz vor dem Rauchpunkt sein. Bei zu geringer Hitze etwa saugen sich panierte Stücke oder manche Teigwaren nur ordentlich voll Fett, andere wiederum beginnen lediglich, irgendwie zu garen, wobei sie enthaltenes Wasser ungewollt abgeben und so den geplanten Genuss in einer zähen Kau-Quälerei enden lassen.

Galerie: Pfanne Fissler SensoRed im Praxis-Test

Die Pfanne mit dem Chamäleon-Boden soll etwas weniger geübten Kochfreudigen eine gute Hilfestellung bieten. Voraussetzung ist natürlich, dass die vorgewählte Temperatur am Kochfeld weitgehend zum geplanten Gericht passt …

Jetzt kommt die SensoRed auf den Herd

Bei drei Tests soll die Pfanne ihre Funktion und natürlich auch ihre Bratperformance unter Beweis stellen: Wir möchten die richtigen Startzeiten für ein Omelett (niedrige Hitze, Stufe 3/9), für Pfannkuchen (mittlere Hitze, Stufe 5/9) und Schweinefilet-Medaillons (große Hitze, Stufe 6-7/9).
Für ein Omelett mit aufgeschlagenem Eiklar wähle ich mit 3 von 9 eine niedrige Temperatureinstellung. Die Eierspeise ist ziemlich dick in der Pfanne und bis alles gestockt ist und die Zutaten heiß und geschmolzen sind, vergeht einige Zeit. Nach wenigen Minuten färbt sich der Boden nahezu einheitlich in ein dunkles rot, die schwarzen Einsprengsel sind kaum noch zu erkennen: Etwas Fett in die Pfanne, Belag dazu, Deckel drauf … und nach 6-8 Minuten klappe ich die eine Hälfte des Omeletts über die andere. Sieht gut aus, ist nicht festgebacken und schmeckt sehr gut. Hier hat die Temperaturanzeige im Boden also richtig signalisiert.
Nächste Runde mit dem Eierpfannkuchen bei mittlerer Wärmestufe 5 von 9: Auch hier passt die Pfannen-Info zum Bratbeginn, der Pfannkuchen gart schön goldgelb-braun und schmeckt ebenfalls. Der Pfannenrand hat übrigens einen sehr gut geeigneten, nicht zu steilen Winkel, um die Teigfladen mit Schwung im Flug zu wenden.
Zum Abschluss drehe ich den Wärmeregler in Erwartung knuspriger Schweinefilet-Medaillons ordentlich hoch auf 7 von 9 (Vollgas sollte man vermeiden, da so alle beschichteten Pfannen länger leben). Als der Boden dunkel wird halte ich kurz einen Holzspieß in das Fett und augenblicklich bilden sich kleine Bläschen am Holz: Temperatur erreicht! Die Filet-Medaillons werden knusprig-kross und lecker. Der dicke Boden speichert dabei gut Hitze, sodass das häufig ein- und ausschaltende Ceranfeld keine schwankenden Temperaturen in der Pfanne zur Folge hat.

Fissler SensoRed

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.