Asiatischer Zauber

Kochen im Wok: Lecker und schnell

Kochen mit dem Wok ist nicht dem Lieblingsrestaurant vorbehalten, sondern lässt sich auch wunderbar und leicht in der eigenen Küche umsetzen. Wie es zu Hause knackig und lecker wird, erfahren Sie bei eKitchen.

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Gemüse im Wok

Im Wok wird es bunt! Gesundes und leckeres Gemüse wird einfach und schnell knackig gegart.

Lange Abende, gesellige Stunden und dazu leckeres Essen? Das klingt verlockend. Aber wenn Koch oder Köchin nicht stundenlang am Herd stehen, sondern an den Gesprächen teilnehmen möchte, wird es manchmal schwierig. In solchen Fällen lassen sich selbstverständlich Fingerfood und Salate vorbereiten oder der Grill anfeuern. Schöner und abwechslungsreicher ist es aber, wenn sich die Gäste Brett, Messer und Zutaten greifen und gemeinsam mit dem Gastgeber ein leckeres Gericht für den Wok zaubern.

Die Qual der Wahl – welchen Wok kaufe ich?

Bevor es losgehen kann, muss der richtige Wok her. Den asiatischen Klassiker gibt es in drei verschiedenen Ausführungen: mit Pfannenstiel (Wok-Pfanne), mit ein oder zwei Griffen und ganz und gar ohne Griff und Stiel. Hier sollte man einfach wählen, was am bequemsten erscheint, denn viel wichtiger sind Form, Herdart und Material. Woks mit rundem Boden sind am besten für Gasherde geeignet. Im Idealfall und zur Schonung des Materials sollte hier ein Standring zum Einsatz kommen. Dieser wird zwischen Gasflamme und Wok gesetzt und bietet die optimale Fläche für den Wok. Wer keinen Gasherd besitzt, muss nicht aufs „Wokken“ verzichten, sondern kann auf einen speziellen Gaskocher für Woks zurückgreifen. Aber natürlich gibt es auch am Unterboden abgeflachte Versionen, die für E-Herde geeignet sind.
Frisches Gemüse im Wok

Mit dem Wok kommt asiatisches Flair in die heimische Küche.

Hier gilt es jedoch zu beachten: Woks aus Aluminium, Stahlblech oder Karbonstahl verziehen sich im Lauf der Zeit und bleiben nicht eben. E-Herd-Besitzer können aber auch später noch einen Gaskocher für den Wok erstehen und den Gaumenschmaus fortsetzen. Liebhaber von Edelstahl und Gusseisen kommen selbstverständlich auch auf ihre Kosten. Beide Materialien sind zwar für alle Herdarten (auch Induktion) geeignet, bringen aber auch Nachteile mit sich. Der gusseiserne Wok ist schwer, braucht lange zum Aufheizen und benötigt besonders viel Pflege. Einmal richtig heiß, ist er aber ein idealer Wärmespeicher und so für scharfes Anbraten genauso geeignet wie für schonendes Garen. Die Edelstahlvariante ist eher fürs Dämpfen und Dünsten geeignet, da die Wärmespeicherung begrenzt ist. Diese Woks können jedoch mit Pflegeleichtigkeit und ihrem geringeren Gewicht überzeugen.

An den Wok, fertig, los! So wird gekocht

Wenn endlich der optimale Wok gefunden ist, hat man sich ein kleines Multitalent in die Küche geholt. Ob Dünsten, Schmoren, Kochen und Braten oder auch Frittieren und Räuchern – der Wok ist unglaublich vielseitig. Fisch, Fleisch oder Gemüse – alles lässt sich optimal garen. Die Form des Woks ist dabei entscheidend. Durch die hohen Seitenwände und die geringe Grundfläche erhitzt er sehr schnell, bleibt jedoch am Rand kälter. Wichtig ist, den Wok erst zu erhitzen und dann hitzebeständiges Öl hinzuzufügen. Besonders gut eignen sich zum Beispiel Soja- oder Erdnussöl, nicht aber „gewöhnliches“ Olivenöl oder gar Butter. Die bekannteste und schnellste Garmethode ist das Pfannenrühren. Hier sollte man allein oder mit seinen Gästen alle Zutaten vorbereitet haben, denn ist das Öl heiß, kommen alle Zutaten in den Wok und werden bei ununterbrochenem Rühren bissfest gegart. Durch das gleichmäßige Verteilen der Zutaten sind sie in kurzer Zeit gar und lecker. Doch auch aufwendigeres Garen ist durch die Wok-Form kein Problem. So schiebt man beispielsweise das scharf angebratene Fleisch an den Rand, gibt die restlichen Zutaten in die Mitte des Woks und lässt alles gemeinsam schmoren. Zum Dämpfen oder Räuchern benötigt man spezielle Einsätze oder Deckel, die entweder direkt beim Wok-Kauf oder im Nachhinein erworben werden können. Wer sich am Räuchern probieren möchte, braucht zusätzlich Räuchermehl, damit die Gerichte ihre fantastische rauchige Note bekommen.

3 Kniffe, damit das Wok-Vergnügen auch seinen Namen verdient:

  • Im Wok lässt sich keine Pekingente zubereiten. Er ist für kleinere Mengen ausgelegt, die jedoch, portionsweise gegart, auch eine größere Anzahl an Gästen satt machen.
  • Die unterschiedlichen Garzeiten sind entscheidend für ein rundum leckeres und gesundes Gericht. Fleisch kommt vor Gemüse und wässeriges Gemüse wie Zucchini kommt nach trockenem wie Karotten.
  • Sojasauce erst nach dem Garen und zum bereits fertigen Gericht geben, da sie anbrennen kann.
Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!

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