Von Kupfer bis Aluminium

Aus welchem Material Ihre Bratpfanne bestehen sollte

Beim Braten kommt es auf die Pfanne an: Für das richtige Gericht nur das richtige Material. eKitchen hilft Ihnen bei der Pfannensuche weiter.

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Pfannen

Edelstahl? Oder doch lieber Kupfer? Was ist eigentlich mit Gusseisen? Die Materialvielfalt sollten Sie sich zunutze machen.

Wenn ein Steak in der Pfanne brutzelt, ist das für einen Koch wie das Vorspiel zum leckeren Fleischgenuss. Damit es ordentlich brutzelt, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig, brauchen Sie die richtige Pfanne. In diesem Ratgeber geht es nicht um die Pfannenform, sondern um die große – und manchmal unübersichtliche – Auswahl an Materialien.

Leicht und praktisch: Aluminiumpfannen

Aluminiumpfannen sind leicht und praktisch. Sie leiten Hitze fünfzehnmal so gut wie beispielsweise gusseiserne Pfannen. Doch genauso schnell, wie sie Hitze aufnehmen können, geben sie diese wieder ab. Die meisten Aluminiumpfannen sind beschichtet.
Zwei Gründe, warum diese Pfannen perfekt für empfindliche Gerichte wie Fisch oder den Klassiker Spiegelei sind: Erstens nimmt die Hitze – hat man den Herd doch mal zu hoch gestellt – rasch wieder ab. Damit können Sie verhindern, dass Ihr Gericht anbrennt.
Aluminiumpfanne

Aluminiumpfannen: leicht und praktisch.

Zweitens klebt beispielsweise das Spiegelei durch die Beschichtung nicht am Pfannenboden.
Achten Sie beim Kauf genau darauf, was für eine Art der Antihaftbeschichtung der Hersteller nutzt. Hier gilt grundsätzlich: PTFE-Beschichtungen – häufig gleichgesetzt mit Teflon-Beschichtung – sind meist nicht sehr hitzebeständig. Schon ab 230 Grad leidet diese Form der Antihaftbeschichtung. Immer häufiger werden andere Materialien wie Keramik beigemischt. Solche Keramikpfannen sind deutlich hitzebeständiger und daher ganz stark im Kommen.

Edelstahlpfannen: Die Bratpfanne, die nicht fehlen darf

edelstahlpfanne

Eine Edelstahlpfanne sollte in keinem Haushalt fehlen.

Wenn es mal richtig pfeffern soll! Edelstahlpfannen können Sie sehr stark erhitzen. Genau die richtige Wahl, wenn Sie ein Steak scharf anbraten wollen. Edelstahl ist robust und hitzebeständig. Da Edelstahl aber an sich kein sonderlich guter Wärmeleiter ist, wird den Böden dieser Pfannen häufig Aluminium oder Kupfer beigefügt. Viele Edelstahlpfannen sind unbeschichtet. Wer etwas ungeübt ist, dem kann das Fleisch schneller am Pfannenboden anbrennen, als der Pfannenwender wenden kann. Man benötigt also eine ganze Menge Fett, um das zu verhindern. Auch Edelstahlpfannen gibt es daher mit Beschichtungen. Auch hier das Material der Wahl: Keramik. So behalten diese Pfannen ihre positiven Eigenschaften und verlieren ihre Tücken.

Schwer und gut: Eisenpfannen

Eisenpfanne

Eine Eisenpfanne wird von Mal zu Mal besser.

Es heißt, Eisenpfannen werden von Mal zu Mal besser. Denn eine gute Eisenpfanne wäscht man nur heiß aus, sodass allmählich eine Patina entsteht. Eine natürliche Anti-Haft-Beschichtung in ihrem Inneren. Vor der ersten Benutzung sollte man eine Eisenpfanne einbrennen. Füllen Sie dazu rund einen Viertel Liter Öl in die Pfanne und erhitzen Sie sie, bis das Öl leicht zu qualmen beginnt. Eisenpfannen sind dann nahezu unverwüstlich.
Der vergleichsweise hohe Preis guter Eisenpfannen kann sich also rechnen: Eine solche Pfanne behält man sein Leben lang. Im Gegensatz zu Edelstahl ist Eisen ein sehr guter Wärmeleiter, dafür benötigt es eine ganze Weile, bis die Pfanne auf Temperatur kommt. Wer eine solche Pfanne in der Hand hält, weiß warum: Sie sind ganz schön schwer. Gusseiserne Pfannen sind meist noch dicker und noch schwerer.

Nur für Liebhaber: Kupferpfannen

Kupferpfanne

Kupferpfannen sind absolute Liebhaberstücke.

Kupfer leitet Hitze am besten. Da Kupfer die aufgenommene Wärme auch rasch wieder abgibt, lässt sich mit ihnen hervorragend auf einer bestimmten Temperatur braten. Ein Grund, warum Kupferpfannen bei Profiköchen beliebt sind. Kupfer reagiert mit vielen Lebensmitteln, daher sind diese Pfannen meist beschichtet. Wunderbar kann man in Kupferpfannen schonend schmoren. Kupfer ist nicht magnetisch, was die Benutzung auf Induktionsherden ausschließt. Mittlerweile gibt es aber Kupferpfannen mit einem speziellen magnetischen Boden für den Induktionsherd.
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Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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