Teflon, Keramik oder Edelstahl

(B)ratgeber: Welche Pfanne eignet sich für welchen Zweck?

Eine Eisen-Pfanne benutzt man für Fleisch, Teflon hingegen für Omelett. Stimmt das? Klebt an Gusseisen alles fest? Verträgt Teflon keine große Hitze? Und was hat es eigentlich mit Keramik auf sich?

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Wie Sie Ihre Pfanne richtig nutzen

Wenn Sie die richtige Pfanne nutzen, passiert dies nicht.

Keramik-Pfannen sind im Moment der Hit. In ihnen brennt nichts an, man braucht kein Fett und sie sind leicht zu reinigen. Vor Jahren sagte man dies auch über Teflon. Immer beliebter wird auch wieder die Eisen-Pfanne. Sie soll gerade für scharf angebratene Speisen perfekt sein. Sind also Keramik- und Teflon-Pfannen überflüssig? Nicht ganz. Eine gute Teflon- oder Keramik-Pfanne kann Ihnen die Arbeit in der Küche sehr erleichtern. Doch wissen Sie, wie Sie Ihre Pfanne richtig nutzen? Oder gibt es eine Pfanne für alles?

Die Eisen-Pfanne: Wenn es heiß werden soll

Köche schwören drauf und auch die Großmutter lässt nichts über sie kommen: die Eisen-Pfanne. In ihr gelingen die Bratkartoffeln und das geliebte Steak perfekt. Das liegt daran, dass sowohl Edelstahl- als auch gusseiserne Pfannen enorme Temperaturen entwickeln können. Bis zu 450 Grad sind für Eisen-Pfannen kein Problem. Wer einmal ein Steak oder Bratkartoffeln in einer Eisen-Pfanne angebraten hat, will so schnell nichts anderes mehr. Denn die enorme Hitze schließt die Poren des Fleischs, sodass der Saft im Steak bleibt. Ähnlich ist es bei Bratkartoffeln. Sie brauchen starke Hitze, um knusprig braun zu werden. Deswegen gilt beim Kochen mit großer Hitze die Eisen-Pfanne als erste Wahl.
Wie Sie Ihre Pfanne richtig nutzen

Mit einer gusseisernen Pfanne gelingen Bratkartoffeln am besten.

Doch hat eine Eisen-Pfanne auch Nachteile. Durch die enorme Hitze brennen viele Gerichte schnell an. Deshalb muss viel Fett benutzt werden. Auch wenn Butter, Öl und Schmalz ideale Geschmacksträger sind, gesund ist das nicht. Zudem braucht eine Eisen-Pfanne (ob Edelstahl oder Gusseisen spielt keine Rolle) ihre Zeit, um auf die gewünschte Temperatur zu kommen. Ein erhöhter Energieverbrauch und eine längere Zubereitungszeit ist dementsprechend mit einzurechnen. Und noch einen Nachteil haben Pfannen aus Eisen: Sie sind schwer. Für ein gekonntes Wenden ohne Pfannenheber benötigt man deshalb neben Können auch Muckis.
Natürlich gibt es auch Kupfer- und Aluminium-Pfannen. Wenn Sie mehr über die verschiedenen Metall-Pfannen wissen möchten, lesen Sie einfach unseren Ratgeber.

Da brennt nichts an: Die Teflon-Pfanne

Obwohl in einer Teflon-Pfanne nichts anbrennen soll, klagen viele Hobbyköche über genau dieses Problem. Grund dafür ist oftmals das Spülen in der Spülmaschine. Dieses wirkt sich nämlich schädlich auf die Beschichtung aus. Zudem vertragen selbst gute Teflon-Pfannen keine Temperaturen jenseits der 230 Grad. Ebenso schaden Metallwender der Beschichtung. Deshalb sollte man bei Teflon-Pfannen immer Pfannenwender aus Holz oder Kunststoff benutzen. Ist die Beschichtung erst einmal in Mitleidenschaft gezogen, können Sie die Pfanne quasi aussortieren. Einmal angekratzt, löst sich die Beschichtung nach und nach auf. Die Partikel landen dann im Essen. Das sollte unbedingt vermieden werden.
Wie Sie Ihre Pfanne richtig nutzen

Wegen der geringeren Brat-Temperatur eignen sich Teflon-Pfannen besonders gut für Gemüse.

Für niedrige Temperaturen ist eine Teflon-Pfanne dagegen hervorragend geeignet. Spiegelei, Omelett oder Gemüse gelingen hier perfekt. Das alles funktioniert ganz ohne Fett und ist dementsprechend gesünder. Da die meisten Teflon-Pfannen aus Aluminium bestehen und nur mit dem Antihaft-Material beschichtet werden, sind sie sehr schnell warm, was die Kochzeit und den Energieverbrauch reduziert. Doch Vorsicht: Genauso schnell, wie die Hitze aufgenommen wird, wird sie auch wieder abgegeben. Durch das Aluminium sind die meisten Teflon-Pfannen sehr leicht. Über die Qualität der Beschichtung sagt das Gewicht dagegen nichts aus.

Der Newcomer: Die Keramik-Pfanne

Seit ein paar Jahren wird die Keramik-Pfanne immer beliebter. Wie bei der Teflon-Pfanne besteht die Keramik-Pfanne aber nicht komplett aus Keramik, sondern wird nur damit beschichtet. Keramik kann man am ehesten als Kompromiss zwischen den beiden vorherigen Pfannen-Arten bezeichnen. Sie verträgt wesentlich mehr Hitze als die Teflon-Pfanne, ist allerdings ähnlich empfindlich. Auch hier sollten nur Pfannenwender aus Kunststoff oder Holz verwendet werden. Denn auch hier kann die Beschichtung durch Metall zerstört werden. Und das war es dann mit der Antihaftbeschichtung.
Wie Sie Ihre Pfanne richtig nutzen

Keramik-Pfannen sind ausgezeichnete Allrounder und eignen sich als guter Kompromiss.

Durch die höhere Hitze, die die Pfanne verträgt, gelingen auch Steaks und Bratkartoffeln. Doch auch Keramik-Pfannen sind im Kern oftmals aus Aluminium, was dafür sorgt, dass die Hitze schnell verloren geht. Der Herd muss also ständig auf voller Leistung laufen. Dafür kann man auch hier vollständig auf Fette zum Braten verzichten. Anders als Teflon-Pfannen sind viele Keramik-Pfannen spülmaschinenfest. Das spart am Ende Zeit. Mittlerweile gibt es Edelstahl-Pfannen mit Keramik-Beschichtung. Das ist die wohl beste Alternative für den Hobbykoch, denn solche Pfannen verbinden die Vorteile aus beiden Arten.
Welche Art von Pfanne Sie am Ende bevorzugen, müssen Sie selbst herausfinden. Braten Sie viel Fleisch, sollten Sie eine Eisen-Pfanne bevorzugen. Kochen Sie viel mit Gemüse und Fisch, dürfte eine Teflon-Pfanne Ihre erste Wahl sein. Möchten Sie hingegen einen guten Allrounder, können Sie sich bedenkenlos eine Keramik-Pfanne anschaffen. Unser Tipp wäre eine Pfanne aus Edelstahl mit einer Keramikbeschichtung. In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die besten Pfannen für jede Mahlzeit.

Galerie: Welche Pfanne eignet sich wofür?

Alexander Scherb

von

Technik, Lifestyle und Natur sind meine Leidenschaften. Am besten in Kombination.

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