Salmonellen und Sehstörungen

Lebensmittel-Warnungen: Machen Sie einen Bogen um diese Produkte!

Lebensmittelrückrufe und erschreckende Nahrungsmittel-Enthüllungen begleiten uns in dieser Woche. Die wichtigsten Meldungen finden Sie hier.

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Produktwarnungen

Produktwarnungen und -rückrufe im Überblick.

Lebensmittelrückrufe sind in der Industrie keine Seltenheit – und meistens bieten sie keinen Grund zur Panik. Oft nehmen Hersteller Produkte aufgrund kleinerer Probleme, wie fehlerhaften Etikett-Angaben, aus dem Sortiment der Supermärkte. In den vergangenen Tagen häufen sich aber Meldungen über Produkte, die eine tatsächliche Gesundheitsgefährdung für die Kunden bedeuten. Hier finden Sie aktuelle Warnungen. Prüfen Sie Ihre Einkäufe – die folgenden Lebensmitteln sollten Sie dringend zurückgeben, beziehungsweise einen großen Bogen um sie machen.

Rückruf: Salmonellen-Fund in Mandeln bei Kaufland

Die Supermarkt-Kette Kaufland ruft wegen eines Salmonellen-Fundes Mandeln zurück. Betroffen sei der Artikel „K-Classic Mandeln ganz 200 g“, welcher bereits bundesweit aus dem Sortiment genommen wurde. Im Detail handelt es sich um die Produkte mit folgenden Merkmalen:
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 28.02.2019
  • Chargennummer: 4337185307874
Verbraucher bekommen ihr Geld bei Rückgabe erstattet.

Rückruf: Popcorn bei Edeka, Netto und Marktkauf

Das Unternehmen XOX Gebäck GmbH ruft ein Popcorn-Produkt aufgrund einer Verunreinigung zurück. Im Produkt wurde eine erhöhte Menge an Tropanalkaloiden festgestellt, die Sehstörungen, Mundtrockenheit und Müdigkeit auslösen können. Normalerweise kommen diese Inhaltsstoffe in Pflanzen wie Tollkirsche und Stechapfel vor. Betroffen sind die Produkte „Popcorn süß“ der Marken „Gut & Günstig“ und „American Style“ mit folgenden Merkmalen:
  • Mindesthaltbarkeitsdatum 02.10.2018, 03.10.2018 und 04.10.2018
Verkauft wurde das Produkt bei Netto, Edeka und Marktkauf. Dort nahm man die betroffenen Artikel bereits aus dem Sortiment. Sollten Sie das Popcorn erworben haben, verzehren Sie es auf keinen Fall und bringen es zurück zum Händler. Dort erhalten Sie den Kaufpreis erstattet.

Enthüllung: Mikroplastik in Meersalz

Fleur de Sel gilt bei vielen Menschen als wertvollere Alternative zu konventionellem Salz. Recherchen des NDR-Verbrauchermagazins „Markt” enthüllten nun eine erschreckende Belastung der fünf beliebtesten Produkte. In Stichproben kam heraus: pro Kilogramm Ware kamen zwischen 130 und 1.800 (!) Mikrogramm Plastik. In einem Fall war die Verunreinigung sogar mit bloßem Auge sichtbar. Als Ursache nennen die Forscher den erhöhten Plastikanteil in den Meeren. Auffällig: In klassischen Meersalzprodukten, die nicht wie Fleur de Sel in dünnen Schichten vom Wasser abgeschöpft werden, wurde weniger Plastik entdeckt. Die in der Stichprobe gefundenen Mengen gelten für Menschen derzeit als unbedenklich, langfristige Folgen könne man aber noch nicht ausschließen.